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Win Braun nimmt Jim Batmann mit auf seine „Abschiedstournee”

Von: Dirk Müller
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Win Braun-BU
Seit über 30 Jahren befreundet: Die Künstler Win Braun und Jim Batmann (re.) stellen in Breinig aus. Foto: D. Müller

Stolberg-Breinig. Ein Sprichwort sagt „Gegensätze ziehen sich an”, und so scheint es sich auch mit den Werken der Künstler Win Braun und Jim Batmann zu verhalten. „Unsere Kunst ist unterschiedlich, aber unsere Gedanken sind die Gleichen”, beschreibt Braun die Basis der Gemeinschaftsausstellung der beiden Maler, die für die nächsten voraussichtlich drei Wochen in Breinig zu sehen ist.

Der Begründer der Venn-Akademie hofft auf gute Resonanz, denn er plant, weiterhin seine zahlreichen Kontakte zu anderen Künstlern zu nutzen, um in der Gaststätte „Zeitlos” ein neues Stolberger Kunstforum mit regelmäßigen Ausstellungen zu etablieren.

„Ausstellungen bieten die Möglichkeit, Kunst zu erfahren, sie sind aber auch Kommunikationstreffs, in denen von Kunst inspiriert Gespräche über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stattfinden. Daher eignet sich eine Gaststätte hervorragend als Ausstellungsort”, erläutert Braun.

Vor gut 30 Jahren traf er auf den gebürtigen Düsseldorfer Jim Batmann, der seit langem in Kornelimünster wohnt, oder wie er es ausdrückt „im Münsterländchen hängengeblieben ist”. Batmann ist in der Eifel als der „Fliegenpilz-Maler” bekannt, doch die Ausstellung in Breinig zeigt wie vielfältig seine Werke sind. „Das liegt wohl daran, dass ich meinen Stil nie gefunden habe”, kommentiert er lächelnd.

Neben farbintensiven Bildern wie das metaphysische „Die Umarmung” sind naturalistische Werke („Waldblick”, „Wald I-III”) und die Zeichnung „Jakobspilger” zu sehen. Auf dem Tisch des Gesellschaftsraums im „Zeitlos” befinden sich Objekte Batmanns wie der mit Ölfarbe bemalte Blaustein „Öktogon K´münster” oder der „Energiekegel”, welcher laut Künstler auch die Funktion erfüllt, Elektrosmog auszumerzen.

Win Braun wartet mit dem „Triumphbogen”, dem „Watzmann”, und seinem Elternhaus in Öl auf. Er präsentiert ein Bild der Breiniger Kirche in einer Schneekugel und als aktuelles Werk ist seine Interpretation zum 80. Geburtstag Helmut Kohls zu bestaunen.

Die Gemeinschaftsausstellung der beiden Künstler ist eine der letzten Gelegenheiten eine Ausstellung des Breiniger Malers zu besuchen, da Braun quasi auf „Abschiedstournee” ist.

Nach Breinig folgen noch Ausstellungen in Würselen und Düren. „Am 10.10. um 10 Uhr wird auf der Stolberger Burg meine definitiv letzte Ausstellung beginnen. Danach möchte ich nicht mehr offiziell als Künstler in Erscheinung treten”, erklärt der 55-Jährige, der in diesem Jahr 35-jähriges „Betriebsjubiläum” feiert.

Freilich geht Win Braun Ende des Jahres lediglich in den „Unruhestand”, denn malen und im Hintergrund Ausstellungen organisieren will das Stolberger Unikat weiterhin.
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