Stolberg/Monschau - Wildernde Hunde richten beim Hetzen großen Schaden an

Wildernde Hunde richten beim Hetzen großen Schaden an

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Immer wieder werden junge Rehe von frei laufenden Hunden gebissen und zu Tode gehetzt. Die Kreisjägerschaft appelliert an die Hundehalter, ihre Vierbeiner anzuleinen. Foto: stock/blickwinkel

Stolberg/Monschau. Ein verzweifelter Jagdpächter des Revieres rund um die Stadt Monschau hat sich mit der Bitte an die Kreisjägerschaft Aachen gewandt, einmal öffentlich zu machen, welchen Schaden wildernde Hunde in der Region zwischen Monschau und Stolberg anrichten.

In einem Jahr wurde zum Beispiel allein in seinem Revier eine Rehmutter mit ihrem Kitz vor ein Auto gehetzt, was zu einem für das Reh tödlichen Ausgang führte. Der Hund, der diese Tiere gehetzt hatte, hat dann noch versucht, das Kitz zu greifen. In einem anderen Fall hat oder haben ein Hund/Hunde ein Rehkitz in ein Regenrückhaltebecken nahe der Realschule gehetzt, wo es ertrunken ist.

Gepackt und getötet

Am letzten Sonntag wurde wieder ein junges Reh gefunden, was offensichtlich von einem Hund gepackt und getötet wurde. Es ist zu befürchten, dass die Dunkelziffer ähnlicher Vorfälle relativ hoch ist. Die Ordnungsbehörden der Gemeinden und Städte sind oftmals in solchen Fällen hilflos, weil dem Hund nicht anzusehen ist, welchen Besitzer er hat, den man am Ende zur Verantwortung ziehen könnte.

Die Kreisjägerschaft Aachen betont ausdrücklich, dass der überwiegend größte Teil der Hundehalter sich mit ihren Hunden in der freien Natur vorbildlich verhält. Häufig sind gerade die es, die auf solche Vorfälle aufmerksam machen, weil sie selbst es verurteilen, dass es Hundehalter gibt, die ihre Hunde in der Natur unkontrolliert frei laufen lassen.

Landeshundegesetz

Nach dem für NRW geltenden Landeshundegesetz kann die Ordnungsbehörde nämlich verfügen, dass Hunde, die unkontrolliert andere Tiere hetzen oder beißen, nur noch an der Leine und mit Maulkorb auszuführen sind.

Die ersten Junghasen und Lämmer sind schon geboren, Rehkitze und Kälber der Hirsche folgen in Kürze. Daher ist es wichtig, seinen Hund beim Ausführen in Wald, Wiese und Feld unter Kontrolle zu halten und den Vierbeiner nicht abseits der Wege frei laufen zu lassen.

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