Wilder Müll kann teuer werden

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
wilder-muell-bu
So sah es gestern Morgen im Zweifaller Wald aus: Wilder Müll, abgelegt von Unbekannten, verschandelt die Umwelt. Wer erwischt wird, zahlt hohe Bußgelder. Foto: D. Müller

Stolberg. Glas- und Kleidercontainer, Papiertonnen und solche für Restmüll erfüllen für die meisten Stolberger Bürger ihren eigentlichen Zweck. Leider aber laden sie manch Unverbesserlichen ein, heimlich Abfall und Unrat aller Art in der Nähe anzuhäufen.

Solche so genannten „wilden Mülldeponien” sind im Stadtgebiet Bereichen ein hässliches Ärgernis, das oft zum Himmel stinkt.

Besonders dreist ist die rücksichtslose Methode, Sperrgut und Müll an wenig befahrenen Landstraßen oder schlecht einsehbaren Parkplätzen abzuladen, da hier vorsätzlich die Umwelt belastet wird.

Nur ein trauriges Beispiel ist der Parkplatz „am Bunker” zwischen Gressenich und Schevenhütte. Der Platz ist mit zwei Mülleimern ausgestattet, die Wanderern und pausierenden Autofahrern die Möglichkeit bieten, ihren Abfall angemessen zu entsorgen. Regelmäßig entsteht in dem Bereich der Mülleimer aber eine wilde Deponie. Im Schutze der Bäume werden Autoreifen, Fernseher und selbst gefährliche Schadstoffe wie Farb- oder Lackreste illegal hinterlassen.

Skrupellose Zeitgenossen stellen Restmüll dort ab, werfen Schutt und Sondermüll gezielt die Böschung hinunter, ohne einen Gedanken an die Natur zu verschwenden. Mit Fahrzeugen wird teilweise kilometerweit in den Wald vorgedrungen, um Sperrgut und Müll loszuwerden. Die Beseitigung und Entsorgung verursachen dem Steuerzahler Kosten, der Schaden an der Umwelt ist nicht zu beziffern.

Teuer wird es allerdings auch für viele der Müll-Sünder. „Illegales Deponieren von Abfällen, Schutt und Sperrgut ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld geahndet wird”, ermahnt Sven Poschen vom Ordnungsamt Stolberg. Die Bußgelder beginnen bei 50 Euro und können bis zu 5100 Euro bei großen Mengen besonders gefährlicher Stoffe betragen.

„Durchschnittlich leitet das Stolberger Ordnungsamt zwei Ordnungswidrigkeitsverfahren pro Tag ein”, berichtet Poschen. Dass einige Bürger unbedacht oder mit Vorsatz die Stadt sowie die Natur verschandeln und belasten, kann er nicht verstehen: „Die Leute riskieren Geldbußen, die um ein Vielfaches höher sind als die Kosten für ordnungsgemäße Müllentsorgung.”

Anmeldung von Sperrmüll

Zur Anmeldung sind erforderlich: Adresse, Telefonnummer, genaue Auflistung aller Gegenstände.

Die Anmeldung erfolgt per Telefon unter 01801/513513, per Fax: 02464 9904156, per Email: sperrgut@braun-umweltdienste.de, über eine Postkarte: Braun Umweltdienste GmbH, Industriestr. 15-19, 52475 Aldenhoven, oder über das Internet.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert