Stolberg - Wiedereinstieg in das Berufsleben

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Wiedereinstieg in das Berufsleben

Von: Heike Eisenmenger
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Hände von Manuela Marcelli fliegen förmlich: Hülle aufreißen, CD rausnehmen, alles, was aus Kunststoff ist, wirft sie in den großen Behälter rechts, die Silberscheibe in den daneben und auch das Papier kommt in einen separaten Behälter.

„Ich arbeite gerne hier”, sagt Marcelli und man merkt, dass sie das nicht sagt, weil ihre Chefin, Lydia Habold, zuhört. Dass sie bei Habold, einem Recyclingunternehmen im Gewerbegebiet Steinfurt, in Teilzeit arbeitet, ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Agentur für Arbeit, Arge und Arbeitgeber. Dank dieser Kooperation kam es im Fall der Firma Habold zu vier sozialversicherungspflichtigen Einstellungen in Teilzeit und einer Vollzeitstelle.

Im konkreten Fall wurden in der Hauptsache Arge-Kunden vermittelt, deren Chancen, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, man im Vorfeld als schlecht bezeichnet hätte. Gerade jetzt in dieser schwierigen Wirtschaftslage.

Im Fall von Marcelli war es so, dass sie wegen der Kindererziehung zuletzt vor 23 Jahren gearbeitet hat. Nun ist auch das Jüngste aus dem Gröbsten raus, „nach so langer Zeit raus aus dem Job hätte ich nie damit gerechnet, dass ich so schnell eine Arbeit finden würde. Allein wäre ich auch nicht auf die Idee gekommen, mich hier zu bewerben”, sagt sie mit Blick auf Arbeitsvermittlerin Petra Rieder. Genau hier sieht Petra Rieder vom Arbeitgeber-Service-Team ihre Aufgabe: „Wir geben den Schubs in die richtige Richtung und bringen beide Seiten zusammen”, erklärt Rieder. Basis dafür war die Bereitschaft der Firma Habold, die zunächst geringfügige Stelle in eine sozialversicherungspflichtige umzuwandeln”, erklärt Rieder.

Von der Zusammenarbeit profitieren alle. Attraktiv sei der Service vor allem für den Arbeitgeber. „Die Firma sagt uns, welche Art von Mitarbeiter sie benötigt und wir bringen sie mit den entsprechenden Kandidaten zusammen. Dank der gezielten Bewerberauswahl spart der Arbeitgeber nicht nur Zeit, sondern auch Geld”, sagt Rieder mit Hinweis auf teure Annoncen, die sonst geschaltet werden müssten.

Flexible Arbeitszeiten

Verwundert war Marcelli auch darüber, wie flexibel ihr Arbeitgeber hinsichtlich der Arbeitszeiten ist. „Mir ist wichtig, dass ich zu Hause bin, wenn der Kleine aus der Schule ist. Das war gar kein Problem, ich wurde beim Einstellungsgespräch gefragt, welche Zeiten mir denn recht wären”, berichtet die fünffache Mutter.

Für ihre Chefin ist das gar keine Frage, für sie war auch nicht ausschlaggebend, wie lange Marcelli aus dem Berufsleben ist: „Für mich zählt nur, dass jemand arbeiten will und zuverlässig ist”, sagt Lydia Habold, die noch weitere Mitarbeiter sucht.

Bei Anna Debois, die wie Marcelli in der erst jüngst eröffneten Abteilung „Stoffliche Verwertung” des 1980 gegründeten Unternehmens eingesetzt ist, ist Arbeit eine Notwendigkeit, „so wie Essen und Trinken”. Ohne die Hilfe von Rieder und deren Kollegen hätte sie von dem Jobangebot wohl nicht erfahren, „ich komme aus Weisweiler”, sagt sie. „Wissen Sie, man braucht die Chance auf den Job.”
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