Stolberg - Wichtige Neuerungen am Betlehem-Krankenhaus

Wichtige Neuerungen am Betlehem-Krankenhaus

Von: Kolja Linden
Letzte Aktualisierung:
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Tragende Säulen sein und an einem Strang ziehen: Das empfiehlt Kabarettist und - in diesem Fall - Seiltänzer Johannes Warth den Mitarbeitern des Bethlehem-Krankenhauses. Foto: K. Linden

Stolberg. „In sieben Schritten zum Erfolg” wollte Johannes Warth die Führungskräfte und Mitarbeiter des Bethlehem-Krankenhauses führen. Doch mit Erfolg kennen die sich schon aus, dass stellte der Gast aus Oberschwaben schnell fest beim Neujahrsempfang des Krankenhauses im Rolandshaus.

Und trotzdem kam in den fast zwei Stunden, die der Vortrag des Überlebenstrainers, Ermutigers und Kabarettisten dauerte, nicht eine einzige Minute Langeweile auf. Mit Schwert, Pfeil und Bogen, Mit Schifferklavier und Seil bereitete er die rund 300 Gäste im Rolandshaus humorvoll hintersinnig auf die Aufgaben der Zukunft vor.

Dass diese es in sich hat, hatte vorher schon Thomas Schellhoff angekündigt. Neben der Baustelle im Krankenhaus, auf die der Verwaltungsdirektor nicht näher eingehen wollte („Wir werden noch mindestens zwei Jahre weiterbauen, aber ein Krankenhaus ohne Baustelle, das gibt es nicht.”), stehen nämlich noch weitere, bedeutsame Veränderungen an.

Gemeinsam mit dem Medizinischen Zentrum des Kreises Aachen, kündigte Schellhoff an, werde im „Bethlehem” eine neurologische Abteilung aufgebaut, „ein Novum in der Krankenhauslandschaft”.

Und auch mit dem Universitätsklinikum Aachen gebe es gemeinsame Pläne, so der Verwaltungsdirektor, der als Gast den kaufmännischen Direktor des Uniklinikums, Detlev Klimpe begrüßte.

„Er unterstreicht mit seiner Präsenz die feste Absicht, eine Außenstelle des Universitätsklinikums nach Stolberg zu verlegen. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie unter der Leitung der Universitätsprofessorin Dr. Beate Herpertz-Dahlmann wird eine Institutsambulanz und Tagesklinik in Stolberg unterhalten.

Rückblickend lobte Schellhoff, genau wie Hans Mülders, Vorsitzender des Bethlehem-Kuratoriums, die Arbeit der Mitarbeiter in den Einzelnen des Krankenhauses, die trotz sinkender Finanzmittel und mangelnder Unterstützung durch die Politik angesichts von enormen Kostensteigerungen in der Versorgung „mit viel Idealismus und Begeisterung ihrer Aufgabe gerecht werden”.

Begeisterung war dann auch das Stichwort für Johannes Warth. Die „sieben Schritte zum Erfolg”, die der Schwabe zur Freude aller gesten- und witzreich unters Volk brachte, sind eigentlich Eigenschaften, die sich jeder, egal ob einfacher Mitarbeiter oder Führungskraft zu eigen machen sollte: Authentizität, Fähigkeit zur Kommunikation, Ziele zu setzen und gezielt zu verfolgen, dabei frohlockend bleiben - genauer: froh und lockend - mitreißend sein, eine tragende Säule für ein Team sein und Vertrauen haben - in die eigenen Stärken und die seiner Mitstreiter.

Dass diese Eigenschaften im Bethlehem-Krankenhaus übermäßig vorhanden sein darauf vertrauen zumindest Schellhoff und auch der ärztliche Direktor, Prof. Dr. Klaus Bläsius. Der ließ sich eine Kritik am durch die Politik „seit 17 Jahren ökonomisierten Gesundheitswesen” zwar nicht nehmen, dankte aber den vielen Engangierten Mitarbeitern des Krankenhauses für ihre hohe Einsatzbereitschaft und hofft deshalb auch für das Bethlehem auf ein erneut gutes Jahr.
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