Werther wollen Bürgerhaus in alter Schule

Von: Christoph Hahn
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Dreh- und Angelpunkt der Debatten bei der Projektwerkstatt in Werth: das Bürgerhaus in der ehemaligen Schule an der Dorfstraße, in dem Bürger aus allen gesellschaftlichen Gruppen einen Treffpunkt erhalte sollen, Festplatz auf der Rückseite inklusive. Foto: Christoph Hahn
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Erläuterte die Feinheiten des Dorfentwicklungskonzeptes für Werth: Stadtplanerin Maike Artmann vom Aachener Büro „Raumplan“.

Stolberg-Werth. Ihr Dorf – das liegt den Einwohnern von Werth sehr am Herzen. Wenn es etwas zu tun gibt, dann werden sie mobil und stellen richtig was auf die Beine – erst kürzlich beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und jetzt bei der Projektwerkstatt im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes für den Stolberger Stadtteil.

Dutzende von Einwohnern trafen sich dazu am Donnerstagabend in der früheren Dorfschule, um dort mit Experten der Stadt und des Aachener Büros „Raumplan“ sowie miteinander ganz konkret und praxisnah darüber zu diskutieren, wie ihr Heimatort zukunftsfähig gemacht werden kann.

Konkrete Themen

Da wurde nicht viel herumtheoretisiert. Wo soll diese Bank hin, soll der Anbau der Schule Abgerissen werden, um dem neuen Festplatz auf der Rückseite Raum zu geben – Fragen wie diese standen im Mittelpunkt der Diskussionen. Bei diesen Gesprächen ging es indes nicht immer bierernst zu. Dafür sorgte nicht zuletzt der Leiter des Städtischen Amts für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Pickhardt. Trocken bis augenzwinkernd meinte der: „Sie sagen uns, was Sie wollen, und wir sagen Ihnen dann, warum das nicht geht.“

Ungeachtet dessen blieb es nach der Begrüßung durch Paul Kirch, den Vorsitzenden des zuständigen Ratsausschusses, dem Stadtplaner Uli Wildschütz vorbehalten, die Besucher in die Themen des Abends einzuführen. Denn bei der vorangegangenen Werkstatt im Hochsommer haben die Bürger klar und deutlich durch das Verteilen von selbstklebenden Punkten auf einer Grafik gesagt, was sie (anders) haben möchten.

Mit 64 Punkten ganz oben landete dabei der Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes, gefolgt vom Umbau der alten Schule zum Bürgerzentrum (das dann auch das bis dato selbstständige Pfarrheim aufnehmen soll) mit Festplatz auf der Rückseite (58 Punkte). Diese Projekte, von dem dreiköpfigen Team aus Aachen auf mitgebrachten Skizzen im Großformat präsentiert.

Änderungswünsche

Diese Pläne haben die Bürger in der Dorfschule in zwei Arbeitsgruppen kommentiert und mit Änderungswünschen versehen – so konkret, dass jetzt, im Januar 2018, der Bauausschuss sich mit der Dorferneuerung von Werth beschäftigen und dann auch einen entsprechenden Beschluss fassen kann.

Wie Pickhardt erläuterte, gibt es konkrete Vorschläge: Der Anbau der Schule mit den Toiletten kommt weg; der Markt soll als Dorfplatz zum Treffpunkt im Ort und möglicherweise auch Standort eines mobilen Marktes werden, bei dem die mobilen Kaufleute, die zum Beispiel Werth mit Brot oder Wurst ansteuern, zusammentreffen. Und Amtsleiter Pickhardt schlug vor, in der Schule, sobald sie zum Bürgerhaus geworden ist, im Bereich der jetzt schon vorhandenen Theke eine dauerhafte Kneipe einzurichten, in der dann vielleicht auch ein niedrigschwelliger Ladenverkauf in einem überschaubaren Ausmaß etabliert werden wird.

Ein weiterer Punkt: Der Rad- und Fußweg nach Hastenrath soll unter anderem durch eine festere Wegdecke aufgewertet werden.

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