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Wer etwas bewegen möchte, ist jetzt bei der Berliner Börse

Von: Jürgen Lange
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Landrat Günter Rosenke, Landr
Landrat Günter Rosenke, Landrat Wolfgang Spelthahn, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Staatssekretär Dr. Günter Horetzky, Monschaus stellvertretender Verwaltungschef Hermann Mertens und NRW-Tourismuschef Olaf Offers (v.l.) vertreten die Region bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Foto: J. Lange

Stolberg/Berlin. Es geht aufwärts. Trotz oder vielleicht auch wegen der Finanzkrise. In Nordrhein-Westfalen, in Eifel und Ardennen, vor allem aber auch in Stolberg. Der Tourismus gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Wirtschaft.

„Nie zuvor kamen mehr Gäste in unser Bundesland”, sagt Dr. Günther Horzetzky. Der Staatssekretär im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium nimmt sich auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin die Zeit, die Stände der Regionen zu besuchen. „In” der Eifel plaudert er mit Städteregionsrat Helmut Etschen-berg und Stellvertreter Axel Hartmann, den Landräten Günter Rosenke aus Euskirchen und Wolfgang Spelthahn aus Düren.

Bezirksregierung, Handelskammern, Unternehmen, Verbände, Forschungseinrichtungen - alle, die in dieser Branche etwas bewegen möchten, nutzen die ITB als werbewirksame Bühne für die Präsentation neuer Projekte, aber ebenso um Kontakte zu pflegen. Es ist eine Messe der kurzen Wege. „In diesen drei Tagen erreicht man in Berlin mehr als wochenlang vom Schreibtisch im Büro”, sagt IHK-Geschäftsführer Fritz Rötting. Die Kunstakademie auf Burg Hengebach und der Ferienpark in Heimbach, der im kommenden Jahr eröffnen soll, sind solche Projekte, die auf der ITB eingespielt wurden. Eifelsteig und Vennbahnroute waren und sind weiter Themen auf der weltweit größten Reisebörse.

Auch Stolberg mit seinen vielen Potenzialen könnte profitieren, ist aber mit eigenen Kräften nicht präsent in Berlin. Eifeltourismus GmbH und die Städteregionsvertreter müssen diesen Job für die Kupferstadt mitmachen. Machen sie auch. Beispielsweise während der „Mozart-Wochen” in der Eifel, die im Oktober und November 19 hochkarätige Konzerte in die Region holen, ist auch die Kupferstadt dabei. Am Samstag, 17. November, gastiert das Leipziger Streichquartett im Kupferhof Rosental, dem denkmalgeschützten Kupferhof.

Was Mozart für die Klassik, ist Andruck für die Wanderfreunde. Der Botschafter für Urlaub in NRW wird Stolberg besuchen und ganz getreu seinem liebsten Hobby, die Wanderschuhe schnüren und den Kupfersteig beschreiten, den Stolberger Zubringer zum Eifelsteig - „einem der Top-Trails in der Welt”, wie Andruck bei der Pressekonferenz des NRW-Tourismus sagt. Im April wird er sich mit seiner jungen Tochter auf den Weg der Kupfermeisterroute zwischen Kitzenhaus und Stolberger Burg machen.

Die öffnet übrigens am letzten März-Wochenende ganz offiziell ihre neuen Pforten. Und die Besucher werden staunen dürfen: Die Burg sieht aus wie eine Burg - erstmals im Inneren. Die neue Burggastronomin Monika Lück hat nicht nur mit einem passenden Ambiente dem geschichtsträchtigen Wahrzeichen ein historisches Ansehen verliehen, sondern sie setzt auch inhaltlich auf eine enge Verzahnung mit dieser Geschichte: Ritterrüstungen, schwere Vorhänge, wuchtige Kronleuchter und historische Gemälde sorgen für Flair in Rittersaal, Foyer und in dem neu eingerichtetem Restaurant.

Doch Lück plant mehr: In die bis dato nicht nutzbaren Turmgemächer der Burg sollen Ausstellungen einziehen. Etwa ein mittelalterliches Schlafzimmer, eine Waffenkammer. Geschichte soll lebendig werden. Und so ist eine Ebene des Bergfrieds als Folterkammer vorgesehen. Dort sollen Kinder auch ein interessantes Angebot wahrnehmen können.
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