Wenkbülle: Feuerwerk der guten Laune

Von: Heike Eisenmenger
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Wenkbülle

Stolberg. „Wat für lecker Mädsche“, raunt der als Clown verkleidete Endvierziger, als die Showballett-Damen an ihm vorbeirauschen. Er sagt das in einem Ton, als beiße er gleich in einen saftigen Berliner. Was keineswegs etwas Anzügliches hat, sondern von dem Mann als großes Kompliment gemeint ist.

Komplimente dieser Art dürften die Damen des Showballetts der Karnevalsgesellschaft „De Wenkbülle“ reichlich einstreichen. Die wohlgeformten Beine stecken in hauchdünnen Netzstrümpfen, die Füße in zierlichen Gold-Tanzschuhen mit Glitzerschnallen, und das Outfit lässt hier und da Haut aufblitzen. Zwei Mal die Woche wird in der heißen Phase der neue Tanz trainiert.

Das Showballett ist das Aushängeschild der Donnerberger KG, und in jedem Jahr aufs Neue wird mit Spannung erwartet, welches Thema die jungen Damen und Herren der Tanztruppe samt ihrer Trainerin wohl dieses Mal ausgewählt haben.

Die Premiere der neuen Choreographie „Move it“ fand jedoch nicht am Abend der Galasitzung statt, sondern bereits bei der ökumenischen Sitzung im evangelischen Gemeindehaus an der Frankentalstraße tags zuvor. Doch gefühlt war der Auftritt bei der Gala-Sitzung in der Stadthalle die Premiere. Die Halle hat sich zu ihrem Vorteil entwickelt, so der allgemeine Tenor unter den Besuchern. Es braucht allerdings viele Besucher, um eine Stadthalle zu füllen. Das Soll hat die Gesellschaft zwar nicht ganz erreicht, was aber wohl mit der wirtschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland zusammenhängen dürfte.

Ärgerlich war für die KG derweil die Tatsache, dass die meisten der freien Plätze für Ehrengäste reserviert waren, diese jedoch unentschuldigt der Veranstaltung fernblieben. Der guten Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch. Es war auffällig, wie viele Besucher diese Wahrnehmung hatten. Einer von ihnen war Heinz Philipp, der als Kellner die Besucher mit Getränken versorgte. „Es ist zwar weniger los als im vergangenen Jahr, aber die Stimmung ist trotzdem besser.“

Gute-Laune-Garanten waren unter anderem der Büttenredner „Die Erdnuss“ sowie die Bands „De Halunke“ und „Puddelrüh“. Ganz schön eng wurde es auf der Bühne, als die Gesellschaft „Kirchspiel Lohn“ ihren Auftritt hatte. Die KG war mit Mann, Maus, Tänzerinnen und Musiker angereist. Auch die Donnerberger Trompetenbläser waren mit der von der Partie.

Tanzmariechen Rebekka Nellißen machte ihrem Bruder alle Ehre. Ihr Bruder ist Carsten Nellißen, seines Zeichen Präsident der Wenkbülle.

Übrigens: Für den kommenden Sonntag, 27. Januar, lädt die KG De Wenkbülle gemeinsam mit den „Jecken Korporalen“ zum Kinderfest in der Donnerberg Kaserne ein.

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