Stolberg - Weniger Mitarbeiter sollen länger touristisch arbeiten

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Weniger Mitarbeiter sollen länger touristisch arbeiten

Von: -jül-
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Stolberg. Nicht nur die Rahmenbedingungen haben sich verändert, sondern der Aufbau- soll nun eine Art Konsolidierungsphase bei der Stolberg-Touristik folgen. Eine Neustrukturierung der Personalressourcen soll den strategischen Veränderungen Rechnung tragen: Weniger Mitarbeiter sollen mit längeren Arbeitszeiten für eine größere Kontinuität sorgen.

Das schlägt Andreas Pickhardt dem Stadtrat vor, der auf seiner Sitzung am 26.Oktober angesichts der Finanzlage auch noch einmal sein Bekenntnis zur Investition in den Tourismus erneuern soll. Denn der gilt trotz seiner Bedeutung für Image, Vermarktung und als zarter neuer Wirtschaftspfeiler haushaltstechnisch gesehen als eine freiwillige Leistung der Kupferstadt. „Gerade die Bereiche Kultur und Tourismus sind wesentliche Garanten dafür, dass eine Kommune überlebensfähig bleibt”, betont der Fachbereichsleiter.

Und im Bereich Kultur und Veranstaltungen hat das städtische Amt in Folge der Vergabe des Kulturmanagements an Max Krieger einen personellen Aderlass hingenommen. Veränderte Personalbedingungen, die sich auch amtsintern auf die übrigen Arbeitsbereiche bemerkbar machen.

Ausgelöst durch den Wechsel der früheren Tourismus-Leiterin nach Simmerath im Jahr 2008 wurde eine neue Mitarbeiterin befristet auf zwei Jahre mit 30 Wochenstunden für den touristischen Bereich eingestellt. Neben der neuen Touristik-Leiterin Barbara Breuer bearbeitet sie verschiedene Aufgaben im Bereich Kultur und Tourismus. „Mit Auslaufen des Arbeitsvertrages würden diese Ausgabengebiete unbearbeitet bleiben”, warnt Pickhardt mit Verweis auf bereits zwei abgebaute Stellen in dem Amt und auf die geplante weitere Reduzierung von geringfügig Beschäftigten.

Ursprünglich vier 400-Euro-Kräfte hatten beim Aufbau touristischer Strukturen vor allem in der Tourist-Information ihren Dienst versehen und bei der Erstellung und Ausgabe von Broschüren, Datenpflegte und Erteilung von Auskünften ihren Beitrag geleistet. Seit August ist bereits eine der vier Stellen nicht mehr besetzt; die übrigen drei Verträge laufen zum Jahresende aus.

„Dieses Personalkonzept war in der Aufbauphase des Tourismusbereiches sinnvoll”, unterstreicht Pickhardt: „Inzwischen bringt ein Personalkonzept mit weniger Personen, die aber eine längere Wochenarbeitszeit haben, deutliche Vorteile.” Inbesondere eine vertiefte Bearbeitung von Projekten sei durch geringfügig Beschäftigte kaum zu leisten, in der täglichen Arbeit komme es zu Kommunikations- und anderen Reibungsverlusten und die Personalorganisation sei mit hohem Aufwand verbunden. Außerdem verweist der Fachbereichsleiter auf grundsätzliche Erwägungen, Aushilfskräfte nicht als Ersatz für reguläre Tätigkeiten zu beschäftigen.

Als Konsequenz schlägt Pickhardt dem Rat vor, auf drei der vier 400-Euro-Stellen zu verzichten und die befristete 30-Stunden-Stelle nicht zu verlängern. Statt dessen soll - neben der Stelle der Touristik-Leiterin - eine auf zunächst drei Jahre befristete Vollzeitstelle mit 39 Wochenstunden eingerichtet werden. Unter dem Strich werde dadurch die Wochenarbeitszeit von 54 auf 47 Stunden reduziert, was zu einer jährlichen Einsparung von 9700 Euro Personalkosten führe. Andererseits erwartet der Fachbereichsleiter durch die strukturelle Veränderung eine höhere Effektivität in der touristischen Arbeit.

Genehmigt werden muss neben der Zustimmung durch den Rat das Konzept noch durch die Kommunalaufsicht. Allerdings erwartet angesichts der Kostenreduzierung die Verwaltung keine Schwierigkeiten, zumal die Aufsichtsbehörde bereits einer Verlängerung der bisherigen 30-Stunden-Stelle zugestimmt hatte.
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