Stolberg - Weniger Gäste finden Schlaf in den Betten der Kupferstadt

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Weniger Gäste finden Schlaf in den Betten der Kupferstadt

Von: kol
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Stolberger Hotels mussten im ersten Halbjahr 2010 einen Rückgang von Übernachtungsgästen hinnehmen. Zwischen Januar und Juni dieses Jahres schliefen 18.759 Mal Gäste in Stolberger Hotelbetten, 20.799 waren es noch im selben Zeitraum des Vorjahres gewesen.

Damit sank die Zahl der Übernachtungen um fast 10 Prozent. Besonders dramatisch war die Entwicklung bei ausländischen Gästen, deren Übernachtungen um fast 40 Prozent auf 3456 zurück gingen (2009: 5646). Die Auslastung der Betten in den Stolberger Hotels sank damit von 27,9 auf 26,0 Prozent.

Zwar sind die Gästeankünfte nur geringfügig zurückgegangen, nämlich um 0,6 Prozent von 8444 in 2009 auf 8391 in diesem Jahr, jedoch ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer deutlich geringer: Nach 2,5 Tagen im Jahr 2009 hielt es die Gäste im ersten Halbjahr 2010 nur noch im Schnitt 2,2 Tage in Stolberg.

Im regionalen Vergleich verliert die Kupferstadt mit diesen Zahlen leicht, denn in der Gesamtregion Eifel/Aachen ist der Trend positiv: Insgesamt ist hier die Zahl der Gästeübernachtungen um 1,2 Prozent leicht gestiegen.

Dirk Stock, Chef des Parkhotels Hammerberg und Stellvertretender Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga bestätigte die Zahlen des Statistischen Landesamts NRW: „Die Geschäftsreisenden bleiben aus, das ist ganz deutlich und überall festzustellen.”

Als Grund nennt der Stolberger Hotelier die Auswirkungen der Wirtschaftskrise, auch auf ausländische Unternehmen, die immer weniger Geld für Geschäftsreisen ausgeben würden.

„Was bei mir besser geworden ist, sind die touristischen Gäste”, sagt Stock. Das wiege den Verlust bei Geschäftsreisen allerdings nicht auf, denn der Hotelier ist wie viele Kollegen in der Kupferstadt immer noch überwiegend auf Geschäftsreisende angewiesen, die zu Gast bei den in Stolberg ansässigen Unternehmen sind. „Früher waren 90 Prozent unserer Gäste Geschäftsreisende”, sagt Stock. „Das kippt zwar langsam, aber heute beträgt das Verhältnis immer noch rund 80:20 gegenüber den touristischen Übernachtungen.”

Stock hofft nun auf eine Trendwende: „Ich habe zwar noch keine belastbaren Zahlen, aber seit rund anderthalb Monaten habe ich das Gefühl, dass die Zahl der Geschäftsreisen wieder anzieht.” Für die Stolberger Hotels wäre das wohl ein Segen.

CHIO war mal wieder der Renner

„Ausgebucht” vermeldeten Stolberger Hotels wieder für die Tage des Aachener Reitturniers CHIO. „Das ist immer das Highlight des Jahres”, sagt Dirk Stock, der schon für das nächste Jahr wieder ausgebucht ist, zumindest für die letzten Turniertage.

Ansonsten sind Hotelgäste in Stolberger Betten fast immer auch Stolberg-Besucher. Kongressgäste aus Aachen oder Besucher anderer Veranstaltungen in Städten der Umgebung buchten sich sonst eher selten in Stolberg ein, so Dirk Stock.

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