Stolberg - Weg für neue Brücke über den Münsterbach ist geebnet

Weg für neue Brücke über den Münsterbach ist geebnet

Von: gro
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Anschließend wurde das alte B
Anschließend wurde das alte Brückenpodest mit einem Bagger aus seiner Verankerung gelöst und angehoben. Anfang des Jahres soll der Neubau beginnen. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Schnee wird es wohl nicht geben über die Weihnachtstage, und auch mit Hochwasser ist trotz der zum Teil ergiebigen Niederschläge der vergangenen Tage nicht zu rechnen.

Für die Menschen, die in Tallage an der Spinnereistraße wohnen, wird das Fest aus meteorologischer Sicht aber noch aus einem anderen Grunde entspannter sein als in den Jahren zuvor. Denn kurz vor den Feiertagen ist Freitagvormittag die kleine Fußgängerbrücke, die die Verbindung zwischen Spinnereistraße und Hamm über den Münsterbach sicherstellte, abgerissen worden.

Damit ist zwar - vorerst - der häufig genutzte Fußweg „gekappt”. Sichergestellt ist durch die Demontage aber, dass es in Zukunft nicht mehr zu Schäden an den umliegenden Häusern kommen kann, weil das aus der Nachkriegszeit stammende Bauwerk bei Hochwasser nicht mehr im Wege steht. Genau das war immer wieder und in sehr ausgeprägtem Maße zuletzt 2008 passiert. Wenn Regen oder Schnee den sonst so beschaulichen Arm des Gewässers zu einem reißenden Fluss machte, stand die zu tief angesetzte und offiziell nie genehmigte Brücke stets im Wege - mit der Konsequenz, dass sich angeschwemmter Unrat und Äste stauten und das Tal in weiten Flächen überflutet wurde.

Am 9. Januar soll nach Angaben der Verwaltung bereits mit dem Bau einer neuen Brücke begonnen werden - passende Witterung vorausgesetzt. Der Neubau soll über eine Rampe und somit barrierefrei zugänglich sein und zudem mit ihrer unteren Kante deutlich weiter über dem Bachlauf liegen als ihre Vorgängerin. Die Rampe selbst wird nach neuesten Planungen kürzer ausfallen, als es im Februar vom Bau- und Vergabeausschuss beschlossen worden war, und dennoch die Auflage einer maximal sechsprozentigen Steigung erfüllen.

Änderungen gibt es auch hinsichtlich der Finanzierung. War die Verwaltung noch im Frühjahr von einem Kostenaufwand von rund 50.000 Euro ausgegangen, der über eine noch nicht angerufene Haushaltsstelle und dort verfügbare 99.000 Euro abgedeckt werden sollte, lagen die Kosten bei der Vergabe im Herbst nun deutlich höher und werden voraussichtlich fast 120.000 Euro erreichen.

Bei den Anwohnern in unmittelbarer Umgebung dürfte die Erleichterung dennoch groß sein. Für sie haben die Zeiten endlich ein Ende, in denen mit dem Pegel des Münsterbachs stets auch die Sorge um das persönliche Eigentum stieg.
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