Stolberg - Was evangelisch ist, wollen mehr Gäste als erwartet wissen

Was evangelisch ist, wollen mehr Gäste als erwartet wissen

Von: jan schlegelmilch
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Einblick in die Finkenbergkirche: Kantor Gunther Antensteiner zeigt Besuchern die Orgel. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg. Gäste gehören zu einer guten Geburtstagsfeier zweifelsfrei dazu. Das sollte auch bei dem Reformationsfest der evangelischen Kirchengemeinde Stolberg nicht anders sein. „Aber mit so viel Besuch hätte ich auch nicht gerechnet”, gibt Pfarrer Jens Wegmann unumwunden zu und lacht.

Er freute sich wie alle anderen Gemeindeglieder über den großen Andrang in und um die Finkenbergkirche, die neben der Vogelsangkirche und dem Familienzentrum in der Bergstraße der Hauptschauplatz der Feierlichkeiten war. Zahlreiche Gäste aller Generationen waren der Einladung der evangelischen Gemeinde zum Aktionstag am Reformationsfest gefolgt.

Dabei stand unter dem Motto „Wir feiern Geburtstag - Was ist evangelisch?” bei den vielfältigen Angeboten besonders die Erinnerung an die Anfänge der Reformationsbewegung und die Geschichte der evangelischen Kirche in Stolberg im Vordergrund.

Während die ganz kleinen Gäste im Familienzentrum beim Puppentheater und Spielen an das Thema herangeführt wurden, machten sich die etwas älteren Kinder, Jugendlichen und auch Erwachsenen bei einer Rallye rund um die Kirche auf die Suche nach Antworten auf die Frage: Was ist evangelisch? Ausschließlich für Erwachsene war hingegen der Vortrag mit dem Thema „Evangelische Konfessionskunde der Stolberger Gemeinde” von Dr. Gerd Rosenbrock bestimmt, der die Teilnehmer durch die Finkenberg- und Vogelsangkirche führte.

„Wir wussten nicht, wie der Aktionstag ankommt. Aber hier herrscht ja sehr viel Trubel, es sind viele hier, die ich gar nicht so kenne”, zeigte sich auch Pfarrerin Elke Gericke vom Interesse der Öffentlichkeit am Aktionstag begeistert. Besonders viele Gäste nahmen an der Rallye teil, bei der sie nicht nur Antworten auf die Frage, was evangelisch ist, erhielten, sondern gleichzeitig ganz neue Facetten der Finkenbergkirche kennen lernten: So ging es für die Kirchen-Entdecker auf die Kanzel, der alte Friedhof wurde untersucht, und sogar ein genauer Blick in die große Orgel wurde gewährt.

Ihren Beitrag zum Aktiontag leisteten auch die Konfirmanden der Gemeinde, die ein Plakat zum Thesenanschlags Luthers vorbereitet hatten und daneben ihre eigenen Vorstellungen zu einer Erneuerung der Kirche auf einem Plakat zusammenstellten.

„Wir wünschen uns, dass wir öfter den Gottesdienst mitgestalten dürfen”, oder „Wir wünschen uns kürzere Gottesdienste, die auch für Jugendliche interessanter wären”, äußerten die Konfirmanden ihre Vorschläge. Diese werden sicher nicht auf taube Ohren stoßen, wie Elke Gericke deutlich macht: „Erneuerung ist ja ein stetiger Prozess.”
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