Stolberg-Vicht - Wallfahrer aus Vicht wissen, wem sie glauben

Wallfahrer aus Vicht wissen, wem sie glauben

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Erschöpft, aber glücklich: Die Heimbachpilger aus Vicht nach ihrer Rückkehr. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg-Vicht. Die kleine Nele blickt gespannt auf die Kurve, die der Waldweg in einigen Metern Entfernung macht. Jeden Moment müsste doch die Oma um die Ecke kommen. Schließlich sollte sie um drei Uhr da sein, und jetzt sind es schon fünf Minuten nach drei.

Schwesterchen Sina ist da schon etwas entspannter und klammert sich in ihrem Babytragetuch an Mamas Bauch fest. Nele und Sina sind aber nicht die einzigen, die am Pilgerkreuz auf dem Vichter Burgberg warten. Auch Pastor Norbert Bolz steht schon bereit, um die Vichter Heimbachpilger auf ihrem Rückweg am Pilgerkreuz zu empfangen.

Nur kurze Zeit später kündigt sich die Ankunft der Gruppe dann auch zumindest akustisch an; leiser Gesang dringt durch das Dickicht des Waldes.

Das Hörspiel wird zunehmend lauter, im nächsten Moment kommt der erste Pilger um die Kurve des Waldweges. Ihm folgen rund 15 erschöpfte aber rundum glückliche Gesichter, die sich gemeinsam von Heimbach über Vossenack auf den Weg nach Vicht gemacht haben, um dort von Pastor Bolz ihren Schlusssegen zu erhalten.

Unter dem Wallfahrtsmotto „Ich weiß, wem ich glaube”, das auf den zweiten Timotheusbrief des Apostels Paulus zurückgeht, machten sich einen Tag vorher 43 Pilger auf den über 30 Kilometer langen Weg nach Heimbach.

„Ein schönes Erlebnis”

„Das war wieder ein schönes Erlebnis. Ich hoffe, dass alle gesund bleiben und nächstes Jahr wieder alle mitgehen”, sagte Pilgervater Otto Essler, der die Wallfahrt trotz des schwülen Wetters nicht als unangenehm empfand: „Durch die Wälder ist es ja ziemlich schattig und angenehm. Trotzdem können wir froh sein, dass bei so einer Hitze niemand einen Schwächeanfall hatte.”

Das war auch der Hilfe von Bernd Gerhards zu verdanken, der einmal mehr am Steuer des Pilgerbusses saß und die Pilger auf ihrer Reise mit Verpflegung und Getränken versorgte.

Bevor die Wallfahrer in der Vichter Pfarrkirche ihren Schlusssegen erhielten, trug Erich Münch zum Abschluss noch ein Gedicht am Pilgerkreuz vor. Für ihn war die diesjährige Wallfahrt ein besonderes Erlebnis: Münch zog bereits zum 50. Mal mit der Prozession nach Heimbach und pilgerte somit insgesamt schon über 3000 Kilometer - die Freude bei ihm und den Vichter Pilgern war dementsprechend groß.

Genau so freuten sich Nele und Sina: Oma war gesund und froh von ihrer Reise zurückgekehrt.
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