Stolberg - Vor Dezember wird die Treppe in Gressenich nicht erneuert

Vor Dezember wird die Treppe in Gressenich nicht erneuert

Von: -jül-
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Mangels Verkehrssicherheit ist
Mangels Verkehrssicherheit ist die Treppenanlage zwischen Ellerberg und Bergerhof gesperrt - halbseitig, obwohl sie beidseitig völlig desolat ist.

Stolberg. „Der Beschluss bedeutet für die Anwohner, dass die Treppe vor dem Einbruch des Winters nicht erneuert werden kann”, ärgert sich Marc Delzepich (CDU) über die Vertagung im Bauausschuss. „SPD, FDP und Grüne zwingen die Gressenicher wegen Formalitäten zu Umwegen”.

Nicht minder verärgert ist die Ampelkoalition zur Vorlage der Sanierung der Verbindung zwischen Ellerberg und Bergerhof. Allerdings einmal mehr über die Verwaltung, die wieder einmal mit einer Tischvorlage eine Ausschussentscheidung herbeizwingen wolle. „Dabei ist die Treppe bereits seit dem Amtsantritt des Fachbereichleiters für Passanten gesperrt”, blickt Uschi Küpper (Grüne) auf Monate zurück, in denen nichts passiert ist - auch nichts am maroden Zustand der Treppenanlage. „Es bestand weder eine Dringlichkeit noch einen wirklichen Grund, uns die Sanierung ausgerechnet in der Sondersitzung in aller Schnelle als Nachtragsvorlage auf den Tisch zu legen”, moniert die Fraktionsvorsitzende einen zunehmenden Trend der Verwaltung zu kurzfristigen Vorlagen. Die Politik lasse sich nicht überrumpeln. Zuletzt im Stadtrat vor den Sommerferien waren vergleichbare Versuche der Verwaltung am einstimmigen Votum der Ratsmitglieder gescheitert. So wird auch die Treppenanlage auf der Sitzung des Bauausschusses am 14. September erneut zur Tagesordnung stehen. „Dann kann sich jeder auch einmal ein Bild von der Sachlage machen”, sagt Küpper.

Ein Bild, das die Gressenicher schon seit langem wurmt. Mittel der Sanierung stehen im aktuellen Haushalt und wurden vor einem Jahr noch einmal aufgestockt, weil neben der Gressenicher Treppe auch die am Kohlbuschweg erneuerungsbedürftig ist. Allerdings unterscheidet bei de Treppen, dass die Verbindung zwischen Bergerhof und Ellerberg ganz offiziell der Erschließung von Anliegern dient. Die Bewohner dreier Häuser können nur über die Treppenanlage die anliegenden Straßen erreichen. Entsprechend muss die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen, erklärt Bernd Kistermann. „Wir habens zumindest versucht, um vor dem Winter fertig zu werden”, sagt der Fachbereichsleiter und entschuldigt die Tischvorlage. Urlaubszeit und die Belastung des Tiefbauamtes mit anderen Themen habe zwar ihre Fertigstellung verzögert, letztlich komme die Stadt aber nicht darum herum, die Treppe in einen ordentlichen Zustand zu versetzen.

55.000 Euro Kosten

Gibt der Bauausschuss nun im September grünes Licht, könnten nach Ausschreibung und Vergabe im Dezember die Arbeiten beginnen - vorausgesetzt das Wetter spielt dann noch mit. Bis dahin wird die Treppenanlage zwingend für Passanten zumindest einseitig gesperrt bleiben. Trittkanten der Stufen sind abgeplatzt, teilweise sind sie völlig herausgerissen und an mehreren Stellen ausgebrochen. Setzungen der Zwischenpodeste sind ebenfalls der Verkehrssicherheit nicht zukömmlich. Die Verwaltung sieht vor, die Stufenanlagen zu erneuern und die Podest zu sanieren. Rund 55.000 Euro werden die Arbeiten kosten.

Für den Gressenicher Christdemokraten ist die Verzögerung ein Unding. „Jetzt kann die Treppe nicht mehr vor dem Winter gebaut werden”, sagt Delzepich und verweist darauf, dass sich seine Partei schon seit längerem für eine Verbesserung der Situation stark mache. „Für alle Nutzer der Treppe, die tagtäglich mit dem Elend konfrontiert werden, kam die Vorlage gerade rechtzeitig.”
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