Stolberg-Münsterbusch - Von der Bühne in den Beruf

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Von der Bühne in den Beruf

Von: Dirk Müller
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Im Rahmen des Projekts „Zukun
Im Rahmen des Projekts „Zukunft fördern” lernen die Jugendlichen der Förderschule Stolberg an der Talstraße mit den Mitteln des Theaters, einer Menge Spaß und großem Einsatz viel über ihre spätere Ausbildung und das Berufsleben nach der Schule. Foto: D. Müller

Stolberg-Münsterbusch. Der Chef bittet den Bewerber, sich zu setzen und beginnt das Gespräch mit der Frage: „Warum möchten Sie bei uns ein Praktikum machen?” Unvermittelt öffnet sich die Türe, und ein anderer junger Mann platzt hinein.

Vermeintlich lässig schmatzt er auf einem Kaugummi, fläzt sich unaufgefordert auf einen freien Stuhl. Auch er möchte sich um einen Praktikumsplatz bewerben, fragt den Chef aber zunächst, ob er während des Vorstellungsgesprächs rauchen dürfe. Wer von den beiden Anwärtern die Praktikumsstelle zugesagt bekommt, ist wohl vorhersehbar.

Szenen wie diese spielen sich bei dem theaterpädagogischen Berufswahltraining in der Förderschule Stolberg an der Talstraße ab. „Die Schüler der 9b haben zuvor selbst eine Liste von möglichen Fehlverhalten zusammengestellt. Grundsätzlich sind die Berufsfelder, für die die Schüler sich interessieren, die Basis für die szenischen Umsetzungen, und im Anschluss reflektieren wir in Gesprächskreisen das Erarbeitete”, führt Andreas Schmid aus.

Der Schauspieler und Regisseur leitet den zweitägigen Workshop zusammen mit der Tänzerin Gabi Bölke. Die beiden Mitglieder des „Wupper Theaters” gehören zu den 20 Schauspieltrainern, die im Rahmen des Projekts „Zukunft fördern - Vertiefte Berufsorientierung gestalten” landesweit in mehr als 1300 Schulen im Einsatz sind. „Nächste Woche trainieren wir in der Förderschule Stolberg zweimal fünf Stunden mit einer zehnten Klasse. Diese Schülern werden dann theaterpädagogisch auch auf die Erlebnisse während ihrer Praktika zurückgreifen und ihre Erfahrungen szenisch mit uns aufarbeiten”, erklärt Bölke.

Die Workshops dienen den Schülern dazu, ihr Wissen über Ausbildung und Beruf zu vertiefen, die eigenen Kompetenzen einzuschätzen und Kommunikations- wie Konfliktfähigkeit zu verbessern. Doris Rößeler, Leiterin der Förderschule Stolberg, begrüßt das theaterpädagogische Berufswahltraining als eine sinnvolle Maßnahme außerhalb des normalen Schulalltags: „Ihre individuellen Chancen und Stärken zu erkennen, ist besonders für unsere Schüler von großer Bedeutung. Mit den Mitteln des Theaters können die Jugendlichen Hemmschwellen und Sprachbarrieren überwinden und lernen, sich selbstbewusster mit ihrer Berufswahl sowie Kritik auseinanderzusetzen.”

Das landesweite NRW-Projekt „Zukunft fördern”

Die Stiftung Partner für Schule NRW setzt das Projekt „Zukunft fördern. - Vertiefte Berufsorientierung gestalten” um. Durchgeführt wird das Projekt von den Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA).

Finanziert wird „Zukunft fördern” von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und dem Landesministerium für Schule und Weiterbildung. Das Landesministerium für Arbeit, Integration und Soziales und die Europäischen Sozialfonds unterstützen das Projekt.

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