Stolberg - Vom Sägewerk zum weltweit agierenden Dienstleister

Vom Sägewerk zum weltweit agierenden Dienstleister

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
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Glänzende Perspektiven: Das Geschäft mit dem Güterverkehr soll in den kommenden Jahren stark wachsen, und mit Sohn Moritz hat Bernhard Krings (r.) bereits einen Nachfolger für die Firmenleitung an seiner Seite.

Stolberg. Die Entwicklung ist bemerkenswert, auch wenn von den Anfängen bis heute 150 Jahre vergangen sind. 1860 wurde die Firma Peter Krings als Sägewerk gegründet, 1950 dann um die Kistenfabrikation und Verpackung als Dienstleistung erweitert.

Mittlerweile ist das Stolberger Unternehmen als internationaler Anbieter von Export- und Schwergutverpackung sowie Lager- und Versandlogistik weltweit tätig. Und ein Ende der Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht in Sicht.

„Experten schätzen, dass es in den nächsten 20 bis 30 Jahren in Deutschland rund 18 Prozent mehr Güterverkehr geben wird. Und europaweit gehen sie sogar von einer Steigerung um 60 Prozent aus”, blickt Bernhard Krings nach vorne.

Vor allem in Osteuropa und in Russland, aber auch in Indien und Brasilien erwartet der Inhaber und Geschäftsführer, der das Familienunternehmen in fünfter Generation leitet, große Expansionsmöglichkeiten.

„Da kommen riesige Märkte auf uns zu”, ist Krings sicher und macht sich deshalb um das Geschäft auch keine großen Sorgen - unter einer Voraussetzung allerdings: „Man muss mit den Industriekunden umgehen können. Er muss intensiv betreut und schnell und flexibel bedient werden.”

Güter aller Art und Größe werden an der Cockerillstraße verpackt und dann verschickt oder auch längere Zeit gelagert. „Beinahe alle Transportverpackungen für Maschinen und Anlagenteile sind Einzelanfertigungen”, erläutert Bernhard Krings.

Und sie werden besonderen Anforderungen gerecht: „Ganz gleich, was versendet wird und welches Transportmittel gewählt wird: Die Verpackungen eignen sich je nach Anforderung für extreme klimatische und mechanische Beanspruchungen und schützen hochwertige Güter vor Korrosion und Beschädigung.”

Genau darauf hat sich die Firma Peter Krings spezialisiert und deshalb seinen eigenen Fuhrpark mittlerweile abgeschafft. „Man muss sich auf das konzentrieren, was man kann”, lautet die Devise von Bernhard Krings.

Derartige Qualitäten helfen auch, eine weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise beinahe unbeschadet zu überstehen. „Natürlich sind die Auswirkungen zeitverzögert auch bei uns angekommen. Da wir aber Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen bedienen und breit gefächerte Dienstleistungen anbieten, sind wir mit einem blauen Auge davongekommen.”

Kosten wurden reduziert, Überstunden gestrichen und Investitionen verschoben. Die knapp 60 Mitarbeiter aber wurden allesamt gehalten. Und sie könnten bald sogar Verstärkung erhalten, denn ihr Arbeitgeber plant eine weitere Expansion.

Nachdem 1990 der Umzug von Breinig nach Münsterbusch vollzogen wurde und seit 2004 zusätzliche Hallen und Lagerflächen in Eschweiler-Stich angemietet sind, würde Bernhard Krings gerne sein Unternehmen an der Cockerillstraße erweitern.

„Wir wären bereit, eine zusätzliche Halle mit mehreren tausend Quadratmetern und einem 100-Tonnen-Kran zu bauen”, geht Krings ins Detail. Zurückhaltender ist er, wenn es um die Realisierung des Projektes geht. „Dazu befinden wir uns mit der Stadt Stolberg noch in Gesprächen.”

40.000 Quadratmeter in Stolberg

Derzeit verfügt die Firma Peter Krings auf dem ehemaligen Zincoli-Gelände in Münsterbusch über 20.000 Quadratmeter für die Lagerung, Fertigung und Verpackung in den Hallen sowie weitere 20.000 Quadratmeter bewirtschaftete Außenfläche. Im Werk 2 in Eschweiler sind es noch einmal jeweils rund 5.000 Quadratmeter überdacht und unter freiem Himmel.

Während die Erweiterung wohl noch Sache von Bernhard Krings sein wird, wird das Unternehmen langfristig von seinem Sohn Moritz weitergeführt. „Ich arbeite gerne” betont der Seniorchef, der seinem Betriebswirtschaft studierenden Sohn noch „drei, vier Jahre” Zeit geben will, ehe er sich zurückziehen wird.

„Er ist ein talentierte Kaufmann”, zeigt sich Krings überzeugt. Wohl auch deshalb erwartet er, dass die erfolgreiche Firmengeschichte eine lange Fortsetzung finden wird.
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