Stolberg-Zweifall - Vom König zum jecken Prinzen „abgestiegen“?

Vom König zum jecken Prinzen „abgestiegen“?

Von: Dirk Müller
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Im Januar tauscht Andreas Aberle das Löschgerät mit dem närrischen Zepter und regiert als „Abes I.“ das Zweifaller Narrenvolk. Foto: D. Müller

Stolberg-Zweifall. Im Januar wird er vom König zum Prinzen, und auf diese „Degradierung“ freut er sich sogar: Noch ist Andreas Aberle der amtierende Hahnenkönig, doch am 10. Januar wird er als „Abes I.“ Karnevalsprinz in „Zwiefel“, wie es schon sein Vater und Vorsitzender der Interessengemeinschaft Zweifaller Karneval, Wilfried Aberle, vor 25 Jahren war.

„Eigentlich wollte ich Prinz werden, wenn ich 30 Jahre alt bin. Für 2016 besteht aber schon ein Bierdeckelvertrag mit einer anderen künftigen Tollität und auch die jecke Regentschaft für 2017 ist schon vergeben, daher habe ich mich für diese Session entschieden“, sagt der 28-Jährige, der am 2. Dezember Geburtstag hat. Aberle ist Feuerwehrmann in Alsdorf, gehört der Stolberger Freiwilligen Feuerwehr als Mitglied der Löschgruppe Zweifall an.

So verwundert sein Sessionsmotto wenig: „Ganz Zwiefel brennt op Karneval“ heißt es für die Zweifaller Narren mit „Abes“ und seinem 18-köpfigen Hofstaat. „Das klingt jetzt nach sehr viel, aber es werden ja nicht immer alle bei jedem Auftritt dabei sein können. Mit 18 Freunden im Hofstaat kann ich aber sicher sein, dass mich immer einige begleiten“, sagt Aberle. Tatsächlich wird er nicht nur an den vier Karnevalszügen in Werth, Vicht, Zweifall und Schevenhütte teilnehmen, sondern auch Auftritte in der ganzen Städteregion absolvieren – rund 40 an der Zahl. „Das sind für einen Zweifaller Prinzen schon sehr viel.“

Seine ersten karnevalistischen Gehversuche machte Andreas Aberle bereits im Alter von drei Jahren – damals noch bei der Karnevalsgesellschaft Burtscheider Lachtauben. Als in Zweifall 1995 das bis heute sehr erfolgreiche Kinder-Musketier-Corps gegründet wurde, fungierte er vier Jahre lang als Kommandant der Tanzgruppe.

Anschließend konzentrierte Aberle sich mehr auf sein anderes Hobby, das Fußballspielen, mit dem er beim VfL Zweifall begann. Für den SV Breinig spielte er dann neun Jahre in der Landesliga. Der Karneval in „Zwiefel“ ließ ihn allerdings nicht dauerhaft los. Im Jahr 2005 war Mundschenk im Gefolge des Zweifaller Prinzen Andy I. (Reitz), und drei Jahre später jubelten ihm die Jecken „Zwiefels“ als Teil des Zweifaller Dreigestirns zu, denn Aberle war die Jungfrau Andrea I.

„Das war wirklich klasse. Es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich danach gleich aktives Mitglied der IG Zweifaller Karneval geworden bin“, sagt Aberle. Als solches hat er sich sodann als Prinzenbegleiter in der IG verdient gemacht und wird nun selbst den Narrenthron erklimmen und sein eigenes Prinzenlied in den Sälen und Festzelten schmettern.

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