Volles Haus und volle Bühne beim Gemeinschaftskonzert

Von: dim
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Ein fantastisches Konzert gab es in Stolberg zu hören. Foto: D. Müller

Stolberg. „Mit dem Gemeinschaftskonzert wollen wir in erster Linie dem Publikum einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend bieten. Für die Chöre wiederum ist es schön, einmal im Jahr gemeinsam zu singen - das ist auch für die Kommunikation untereinander wichtig”, beschreibt Josef Otten, Leiter des Büsbacher Männer-Gesang-Vereins.

Das Gemeinschaftskonzert der Stolberger Männerchöre hat Tradition und ist fester Bestandteil des Kulturkalenders der Kupferstadt. Am Freitagabend kam es in der Stadthalle zur 54. Auflage mit wie gewohnt großem Publikumsinteresse.

Langer Abend der Chöre

Der Männer-Gesang-Verein Mausbach eröffnete den langen Abend der Chöre mit Melodien aus seinem Programm „Männerchor in love”. Unter der Leitung von Markus Platzbecker und am Flügel begleitet von Theo Palm widmeten sich die Mausbacher Sänger der Liebe nicht nur romantisch wie in Carl Bohms „Still wie die Nacht” - auch der kritische Ansatz von Peter Steeger wurde besungen: „Wer ein Weib freit, muss es wissen”, klang es mahnend und eindrucksvoll aus den Kehlen des MGV Mausbach.

Nahtlos knüpfte der Männerchor der Dalli-Werke, geleitet von Georg Vorhagen, an das Thema an. Gefühlvoll stellte der Chor die Frage: „Bist du einsam heut´ Nacht?”, zu der Melodie von Lou Handman, die Elvis Presley in der englischen Fassung „Are you lonesome tonight” weltberühmt gemacht hat. Nach sehnsüchtigen Liedern wie „Wenn abends die Heide träumt” erhöhte der Chor das Tempo und Otto Grolls „Fliegermarsch” wurde nicht nur von Elke Hoffmann-Kittel am Flügel, sondern auch von den klatschenden Konzertbesuchern begleitet.

Außergewöhnliche Literatur für Männerchöre präsentierte der Männer-Gesang-Verein der Siedlergemeinschaft Stolberg-Donnerberg. Überaus atmosphärisch ließ der Chor „Conquest of Paradise” (Vangelis) durch die Stadthalle erklingen, um im Anschluss Reinhard Meys „Über den Wolken” vorzutragen. Geleitet von Gunther Antensteiner und ebenfalls von Hoffmann-Kittel begleitet, sang der Donnerberger MGV nun noch „Freunde” und „Junger Adler”, Lieder der deutschen Country-Musik-Legende Tom Astor.

In der Folge erfüllte die Stolberger Sing- und Spielgemeinschaft (SSG) den Saal mit instrumentalem Klang. Die SSG entführte das Publikum virtuos in die Welt der „Piraten der Karibik”, indem sie einen Titel der Filmmusik von Hans Zimmer und Klaus Badelt darbot. Im Publikum wurden Kindheitserinnerungen wach, als Leiter Remy Wolfs „Wind in the Willow” dirigierte. Der niederländische Komponist Johan de Meij vertonte den Roman (Der Wind in den Weiden) von Kenneth Grahame und die SSG spielte sein Werk leidenschaftlich auf, nicht ohne auch den quakenden Kröterich aus der Romanhandlung zu Wort kommen zu lassen.

Die Chorgemeinschaft Quartettverein „Rheintreue” / Aseag Männerchor, ließ mit Karl-Heinz Wolters „Vagantenlieder(n)”, begleitet von ihrem Leiter Hans Geicht, Feier-Stimmung in die Stadthalle einkehren. Als die Gemeinschaft „Im Krug zum grünen Kranze”, Willi Trapps Potpouri aus verschiedenen Wein- und Trinkliedern anstimmte, wurde im Publikum reihenweise gesellig geschunkelt, auch ohne Wein.

Musikalische Vielfalt

Den äußerst gelungen Abend der musikalischen Vielfalt rundete der Männer-Gesang-Verein Büsbach unter der Leitung von Josef Otten ab. Am Flügel von Theo Palm begleitet, erfreute der Chor die begeisterten Konzertbesucher mit einem hinreißenden Querschnitt der Operette „Der Zigeunerbaron” von Johann Strauß, der mit dem „Einzugsmarsch” begann und dem „Schmiedechor” endete.

Der letzte Vortrag des Konzerts stellte damit die perfekte Überleitung zu der geforderten Zugabe dar. Gemeinsam sangen alle Chöre mit reger Unterstützung des Publikums das von Otten arrangierte Stolberger Lied „Der lustige Hammerschmied” und setzten damit den Schlusspunkt der glanzvollen Veranstaltung.
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