Viel Beifall für Theatergruppe „Applaus”

Von: Dirk Müller
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Als die „Partnerschaftsmoderatorin” Dr. Chapman (Brigitta Koke, links) Erics Frau Linda Swan (Ute von Drathen) einen Besuch abstattet, ist das turbulente Komödien-Chaos zur Freude der Zuschauer perfekt. Foto: D. Müller

Stolberg. Seit zwei Jahren ist Eric Swan, charmant und liebenswert verkörpert von Marco Schüller, arbeitslos. Dies konnte er seiner Frau verschweigen, da er dennoch über stattliche und staatliche Einkünfte verfügt: Swan ist ein „Sozialschwindler” in ganz großem Stil.

Er kassiert Arbeitslosen- und Kranken- und Wohngeld, alle Arten von Renten, Mutterschaftsgeld, Zuwendungen für Reha-Maßnahmen und vieles mehr - für eine ganze Armada von erfundenen Untermietern.

Als ihm sein Geflecht seines Betruges über den Kopf zu wachsen droht, beschließt er, die imaginären Sozialfälle sukzessive „sterben” zu lassen. Dummerweise beginnt er ausgerechnet mit seinem einzig realen Untermieter, Norman Bassett, hinreißend dargestellt von Jan Vanderheiden.

Als Mr. Jenkins, ein Außenprüfer des Sozialamts, Swan einen Besuch abstattet, gerät er mit seinem Komplizen Onkel George und dem eher unfreiwilligen Mitstreiter Norman in arge Bedrängnis, denn schließlich sollen weder Jenkins noch Ehefrau Linda den sympathischen Schwindlern auf die Schliche kommen.

Nun kommt noch Sally Chessington ins Spiel, um Norman zu seinem eigenen Ableben zu kondolieren, und bringt später sogar den Bestatter Mr. Forbright mit. Der zusätzliche Besuch der Eheberaterin Dr. Chapman, die sich selber lieber als „Partnerschaftsmoderatorin” bezeichnet, mündet in aberwitzigen sexuellen Mißverständnissen.

Äußerst flexibel müssen Eric Swan, Norman Basset und Onkel George daraufhin in verschiedene Rollen schlüpfen, um dem Chaos gewahr zu werden. Ein eigendynamisches Verwechslungs- und Verwandlungsspiel nimmt seinen verhängnisvollen Lauf; zur großen Freude der Zuschauer.

Vom amüsierten Schmunzeln bis zu lautem Gelächter reichten die Reaktionen des begeisterten Publikums bei der kupferstädter Premiere von „Und ewig rauschen die Gelder”, inszeniert von der Theatergruppe „Applaus”.

Unter der Regie von Heinz Milcher gelang der Schauspielabteilung des Eifel- und Heimatvereins Breinig eine ansprechende Umsetzung der temporeichen Boulevardkomödie von Michael Cooney. Die gelungene Mischung aus Wortwitz, Situationskomik und Slapstick-Einlagen strapazierte gehörig die Lachmuskeln der Zuschauer, die von der Theatergruppe „Applaus” glänzend unterhalten wurden.
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