Viel Arbeit zur zukünftigen Entwicklung

Von: Jürgen Lange
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Eine drängende Aufgabe: Nicht
Eine drängende Aufgabe: Nicht nur aus optischen Gründen bietet das Gelände zwischen Rhenania- und Eschweilerstraße viel Potenzial für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Der politischen Ankündigung durch die große Koalition sollen nun auch die entsprechenden Beschlüsse im Rathaus folgen: Stolberg setzt Prioritäten bei der Stadtentwicklung. Während der Beschluss zur Gründung einer Entwicklungsgesellschaft in Partnerschaft mit der Sparkasse, der Stolberger Bauland GmbH (SBG) bereits gefasst ist, geht der Ausschuss für Stadtentwicklung auf seiner Sitzung am Donnerstag ins Detail.

Angesichts des immensen Pensums an „Baustellen”, die zu einer zukunftsträchtigen Entwicklung Stolbergs angepackt werden sollen, steht die Personalausstattung des Entwicklungs- und Planungsamtes zur Disposition.

„Bereits in den letzten Jahren haben sich Aufgaben angestaut, die dringen abgearbeitet werden müssen”, macht Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt auf einen Ressourcenschwund aufmerksam: „Seit 2003 hat sich der Personalbestand von 7,5 auf 3,5 Diplom-Ingenieure, wobei die Amtsleiterin und die Verkehrsplanung mitgezählt werden, mehr als halbiert”.

Dies führe dazu, dass Projekte, die für die städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklung der Kupferstadt wichtig sind, „nicht oder nur in nicht akzeptabel langen Zeiträumen angegangen werden”, erklärt Pickhardt. Eine Vergabe von Planungsleistungen an externe Büros entlaste die Stadt aber maximal zu 50 Prozent, weil der Anteil hoheitlicher Aufgaben, die bei der Verwaltung bleiben müssen, sowie der Beratungs- und Korrekturaufwand hoch sei.

Erschwerend komme hinzu, dass Anfang 2013 der Stadtplaner seinen Ruhestand antritt, der vornehmlich in die Verkehrsplanung eingebunden ist.

Nicht nur diese Stelle soll wieder besetzt werden, sondern die Aufgaben der Verkehrsplanung sollen zukünftig vom Tiefbauamt übernommen werden, wo die Anfang des Jahres beschlossene Stelle zur Überwachung von Baumaßnahmen sowie für Aufgaben der Verkehrslenkung und -planung nun extern ausgeschrieben werden soll, nachdem die hausinterne Ausschreibung nicht zu einer Besetzung führte.

Darüber hinaus sei „ein festes Arbeitsprogramm” erforderlich, damit sich strategisch wichtige Projekte nicht verzögern, mahnt Pickhardt an und verweist auf das „Arbeitsprogramm Stadtentwicklung”, dem die Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode Priorität gegeben hat und das als „äußerst ambitioniert” gewertet wird - selbst bei einer Übertragung großer Projekte auf die SBG, die wiederum auf Planungsbüros zurückgreifen würde.

Sie soll sich in erster Linie um die Entwicklung von Wohnbauprojekten kümmern. Da stehen mit der Stadtrandsiedlung, Breinig und Rotsch Bereiche zur Tagesordnung, die mit Sportplätzen verknüpft werden. Themen sind aber auch Neubaugebiete in Mausbach und Gressenich sowie eine Umnutzung des Kelmesberg.

Bei gewerblichen Ansiedlungen steht neben Camp Astrid und dem Zincoli-Gelände vor allem die Entwicklung des Umfeldes des Hauptbahnhofes oben auf der Tagesordnung. Dort wollen nicht nur Flächen erschlossen werden, sondern auch ein Konglomerat an Interessen zwischen florierenden Unternehmen und maroder Industriehistorie sowie Fragen zur Verkehrserschließung muss gelöst werden. Priorität genießt auch ein Ansiedlungsvorhaben an Rhenaniastraße und Atsch Dreieck.

Zahlreiche Verkehrsmaßnahmen harren der städtischen Begleitung - angefangen vom Kreisverkehr Nachtigällchen über die Anschlüsse an die Autobahnen 4 und 44 nebst Verkehrssicherung auf der Sebastianusstraße sowie in Breinig/Breinigerberg und nicht zu vergessen das weitere Verfahren für die Osttangente, die Werth, Gressenich und Mausbach entlasten soll.

Bei der Entwicklung sozialer Infrastruktur genießen neben angelassenen Projekten vor allem die Zukunft des Seniorenzentrums Liester und das Demenzzentrum Süssendell Priorität. Unbeantwortet ist auch noch die Sportplatz-Frage - für einige Vereine im Stadtgebiet.
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