Verwirrendes Spiel um die Suche nach der Erinnerung

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Ein spannender Thriller mit jeder Menge typisch schwarzem englischem Humor: Je mehr Bruchstücke ans Licht kommen, desto wahnwitziger erscheint Simon in „Die Hölle wartet nicht” die Realität. Foto: (mlo)

Stolberg. Im Krankenhaus St. Judes, irgendwo in Cornwall, kämpfen die Ärzte um das Leben von Simon Cable, der nach einer Vergiftung dort eingeliefert wurde. Durch Kreislaufversagen tritt für zwei Minuten der Tod ein.

Nachdem er reanimiert worden ist, kann er sich an nichts mehr erinnern. Ärztin Dr. Jennifer Morris beruhigt ihn und versichert ihm, dass sich seine Erinnerungen sicher nach und nach wieder einstellen werden. Doch es fehlt Simon in seinem Gedächtnis nicht nur die letzte Nacht, sondern auch die Erinnerungen an die letzten beiden Jahre.

Nach einer Beruhigungsspritze wacht Simon erneut auf und befindet sich nach wie vor im Krankenhaus St. Judes. Allerdings erzählt man ihm nun, er sei auf dem Weg zu seinem Bruder mit seinem Wagen verunglückt. Eine Dr. Morris will in der Klinik niemand kennen. Auch in der Zeit scheint Simon falsch zu liegen, denn er befindet sich zwei Jahre vor seiner mysteriösen Vergiftung wieder. Wie ist das möglich?

Die Suche nach der Erinnerung wird zu einem verwirrenden Spiel und je mehr Bruchstücke ans Licht kommen, desto wahnwitziger erscheint Simon die Realität. Nach und nach fallen ihm Geschehnisse der Vergangenheit ein und er erfährt Dinge über sich, die er lieber nicht wüsste. Er weiß nicht mehr, wem er trauen kann, was real ist oder Fieberfantasien.

Diese ungeheuer spannende Krimikomödie „Die Hölle wartet nicht”, die am letzten Wochenende ihre Premiere in Würselen feierte, kommt nun auch in Stolberg im Burgtheater zur Aufführung. Am Freitag, 7., und Samstag, 8. Mai, präsentiert die Theatergruppe „Spielfreu(n)de 2010” diesen mit typisch schwarzem englischem Humor besetzten Thriller. Die Schauspielgruppe entwickelte sich aus dem Kurs „Grundlagen der Schauspieltechnik”, den die Stolberger Schauspielerin Stefanie Otten an der Volkshochschule Nordkreis leitet. Die Spielfreude der theaterbegeisterten Teilnehmer ließ bald den Wunsch entstehen, die vermittelten Techniken in einem Theaterstück anzuwenden, und so probt man seit knapp einem Jahr unter professioneller Anleitung an diesem Stück.

Michael Cooney, 1966 als Spross einer Theaterfamilie geboren - Vater ist der berühmte Autor, Schauspieler und Regisseur Ray Cooney, Mutter ist Artistin und Schauspielerin - gilt dank seiner dramatischen Fähigkeiten als große Entdeckung und King of Boulevard. „Die Hölle wartet” ist ein Meisterwerk der Finten und Fallen um einen Mann, der im Krankenhaus erwacht und sich an nichts mehr erinnern kann.
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