Stolberg - Verwaltung sagt Nein zu Nachbarschaftsprojekt

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Verwaltung sagt Nein zu Nachbarschaftsprojekt

Von: gro
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Stolberg. Das Modell hat landesweit für Schlagzeilen gesorgt und auch in Stolberg die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt: Nachbarschaftsbetreuer im niederrheinischen Schermbeck liefern seit jetzt einem Jahr ein Musterbeispiel für ehrenamtliche Seniorenarbeit.

Ein Vorbild für die Kupferstadt wird die 14.000-Einwohner-Kommune im Kreis Wesel aber wohl dennoch nicht werden. Denn die Verwaltung erteilt Überlegungen, ein vergleichbares Projekt auch an der Vicht zu initiieren, eine klare Absage.

„Ein solches Projekt wäre mit einem erheblichen Aufwand verbunden, der sowohl die Mitarbeiter im Rathaus als auch die ehrenamtlichen Helfer betreffen würde”, betonte Ferdi Gatzweiler am Montag auf Anfrage unserer Zeitung.

Weil wegen der drohenden Überschuldung der Stadt kein zusätzliches Geld aufgebracht und somit auch kein weiteres Personal eingestellt werden könne, würde Stolberg Gefahr laufen, dass bereits etablierte Maßnahmen und Einrichtungen unter dem erforderlichen Aufbau eines Netzes von Nachbarschaftshelfern leiden würden.

„Das Senioren-Infocenter kann das nicht leisten”, betont der Bürgermeister und verweist darauf, dass insbesondere durch dessen Einrichtung im Mai 2009 und die vorherige Einstellung von Paul Schäfermeier als hauptamtlichen Seniorenbeauftragten bereits große Schritte gemacht worden seien im Bereich der Altenarbeit.

Zudem leiste der Seniorenbeirat, mit dessen Vorsitzenden Hans-Josef Wellmann die Einschätzung der Verwaltung abgestimmt worden sei, wertvolle und umfangreiche Hilfe für ältere Menschen in Stolberg. Der Sozialauschuss berät am Dienstag über das Thema, das auf einen Antrag der SPD zurückgeht.
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