Stolberg - Verwaltung fragt nun doch zuerst die Politik

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Verwaltung fragt nun doch zuerst die Politik

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Verwaltung möchte den Bürgerwünschen folgen: Die Anliegerstraße „Am Omerbach” soll wie einst geplant als Sackgasse zur Schevenhütter Straße hin abgepollert werden. Foto: J. Lange

Stolberg. Nach dem Wirbel, die die plötzlich und ohne politische Beratung aufgestellten „Hinkelsteine” im Kohlbusch gesorgt haben, hat die Verwaltung offensichtlich Konsequenzen gezogen.

Denn neben der geplanten Sanktionierung der Sperrung der Buschstraße soll der Ausschuss für Stadtentwicklung auch über ein Abbinden der Straße „Am Omerbach” von der Schevenhütter Straße in Gressenich entscheiden.

Die sechs Anlieger der 1991 erbauten Stichstraße haben sich beschwert, dass zunehmend Verkehr den „Omerbach” als Abkürzung benutzt. Dabei sei ursprünglich die Straße als Sackgasse geplant gewesen.

Ein Wendehammer besteht, und auch der Straßenausbau, beim dem das Pflaster des „Omerbachs” mit einem kleinen Bordstein am Asphalt der Abfahrt von der Schevenhütter Straße endet, dokumentiere die Absicht einer Sackgasse.

Dieser Argumentation hat die Verwaltung geprüft und für richtig befunden, was auch der Erschließungsvertrag aus dem Jahr 1993 bestätigt. Darüber hinaus entspreche die Einmündung zur Schevenhütter Straße auch nicht den regulären Erfordernissen.

Eigentlich sollte die Zufahrt nur während der Bauphase offen sein, wurde später aber lediglich mit einem Durchfahrtverbot-Schild gesperrt, an das sich immer weniger Verkehrsteilnehmer zu Lasten der Anlieger halten würden, erklärt Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt.

Als Konsequenz schlägt er dem am 10. Dezember tagenden Ausschuss vor, die Straße „Am Omerbach” durch herausnehmbare Poller oder ähnliches für den Kfz-Verkehr zu sperren. Auf Dauer bestehen bleiben soll die provisorische Sperrung der Buschstraße in Höhe der Filztuchfabrik, schlägt Pickhardt ebenfalls vor.

Anders könne dem Schleichverkehr zur Cockerillstraße nicht unterbunden werden, wie die bisherige Praxis gezeigt habe. Um die Müllabfuhr für die beiden Wohnhäuser nahe der Absperrstelle für das Entsorgungsunternehmen unproblematisch zu halten, verhandele die Verwaltung mit der ansässigen Fabrik über eine Durchfahr-Genehmigung für deren Betriebshof, über den die Sperr umfahren werden könne.

Allerdings hat ein Landwirt, der di städtischen Wiesen zwischen der Cockerillstraße und der Sperrung gepachtet hat, eine einstweilige Verfügung auf Entfernung der „Hinkelsteine” beim Aachener Verwaltungsgericht eingereicht. Der hatte sich bereits vor Jahren gegen eine diskutierte Sperrung der Strecke gewandt. Damals erfolgreich, heute hält die Verwaltung seine Sicht der Dinge für unbegründet.

Denn sie geht davon aus, dass er die weiter bestehende Zufahrt über die Heinrichstraße zur Buschstraße „weder nutzen muss noch genutzt hat”; und zum Wenden seiner landwirtschaftlichen Fahrzeuge könne der Bauer seine Wiesen nutzen. Dieser habe seinen Eilantrag mit mangelnden Wendemöglichkeiten begründet, und damit, dass Traktor und Lkw im Begegnungsfall die schmale Strecke nicht passieren könnten.

Die habe es aber bei der vorher bestehenden Einbahnstraßenregelung nicht geben dürfen, so die Verwaltung. Und nun könne der Landwirt dank der entfallenen Einbahnstraße die nahe der Cockerillstraße liegenden Einfahrten auf seine Weiden sogar direkter anfahren als bisher.

Der Fachbereichsleiter konstatierte „regen Protest, aber auch Zustimmung” zu der erfolgten Sperrung auf der Grundlage des bestehenden Durchfahrtverbots. Deshalb hat sich die Verwaltung nun entschlossen, die Politiker entscheiden zu lassen.
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