Versuchter Totschlag: Ermittlungen kurz vor dem Abschluss

Von: -jül-
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Stolberg. Auch sechs Wochen nach der unfassbaren Tat geht es dem Opfer noch so schlecht, dass es nicht vernehmungsfähig ist: Der 56-Jährige war aufgrund von Stich- und Schnittverletzungen durch eine Messerattacke lebensbedrohlich verletzt worden.

Nur eine Notoperation konnte dem Mann am Abend des 12.September das Leben bewahren, nachdem ein familiäres Treffen in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Eschweilerstraße eskaliert war.

Warum die zunächst verbale Auseinandersetzung, an der um die 15 Personen beteiligt waren, in dem Haus letztlich in einem Blutbad auf der Straße endete, das kann die Staatsanwaltschaft auch fünf Wochen nach der Tat noch nicht zweifelsfrei erklären. „Die detaillierten Ermittlungen dauern noch an”, erklärte Oberstaatsanwalt Robert Deller. „Zu dem Motiv können wir noch keine definitiven Aussagen treffen”, sagte der Pressesprecher der Aachener Staatsanwaltschaft. Die Ursache sei wahrscheinlich innerhalb der familiären Beziehungen der schwarzafrikanischen Familie zu suchen.

Der 29 Jahre alte Tatverdächtige sitzt allerdings weiterhin in Untersuchungshaft. Er war nach einer schnellen Fahndung der Polizei noch am Tatabend festgenommen worden. Über Stunden war das Umfeld aufgrund der Spurensuche gesperrt. Der Haftrichter setzte den 29-Jährigen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags hinter Gittern fest.

Die Ermittlungsbehörden gehen jedoch davon aus, ihre Untersuchungen „zeitnah abschließen zu können”, wie Deller ausführte. „Ein wichtiger Zeuge der Vorfälle soll in Kürze vernommen werden können.”
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