Verschmutzung und Vandalismus „nicht mehr tragbar”

Von: -jül-
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Weil Zeitgenossen sich ungesittet benehmen, schließt die Sparkasse das Selbstbedienungslokal in der Passage zum Kaplan-Dunkel-Platz und bietet ihre wichtigsten Leistungen per Geldautomat an. Foto: J. Lange

Stolberg. Lieselotte Kleiker ist verärgert, „und unsere Nachbarn am Jordanplatz auch”, sagt die resolute 73-Jährige. „Die Sparkasse lässt uns im Regen stehen”, erklärt Kleiker mit Blick auf die Selbstbedienungsfiliale an der Salmstraße. Das Geldinstitut schließt das Ladenlokal, und bietet als Ersatz einen Geldautomaten an der Straßenfassade an.

„Ich kann nicht Schirm und Handtasche halten und auch noch den Automaten bedienen”, beklagt Lieselotte Kleiker den Verlust der Sicherheit eines Geschäftsraumes vor Witterung und Räubern ebenso wie den Abschied von dem Briefkasten für Überweisungsträger. „Zur Rathausstraße bin ich eine halbe Stunde zu Fuß unterwegs und anschließend fix und fertig”, beschwert sich die nicht mehr ganz so rüstige Seniorin.

Untragbare Situation - für Sparkasse, und jetzt für Kunden?

Um Verständnis bei den Kunden auf der Mühle wirbt dagegen Erich Timmermanns. „Die Situation in dem Geschäftslokal war nicht mehr tragbar”, erläutert der Pressesprecher. Zunehmend musste in letzter Zeit die Sparkasse in der seit Jahrzehnten nicht mehr mit Personal besetzen Geschäftsstelle Verschmutzungen und Vandalismus beseitigen. Und die Frage der Sicherheit in dem kaum von außen einsehbaren Selbstbedienungsbereich sei eine zweischneidige. Die soziale Kontrolle durch Passanten und Anwohner sei bei einem Geldautomaten an der Außenfassade sogar größer.

Fakt sei allerdings, so Timmermanns, dass der bislang auf der Mühle angebotene Münzwechsler und Briefkasten kaum nachgefragt wurden. Im Gegensatz zu Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker. Diese beiden Angebote der Sparkasse wird es in einem Gerät an der Salmstraße vereint an gewohnter Stelle weiter geben. „Alle übrigen Leistungen werden in der Filiale an der Rathausstraße erbracht, die kaum 500 Meter weiter liegt”, so der Pressesprecher.
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