Stolberg-Büsbach - Vernünftiger Umgang mit Alkohol: Sozialraum-Team gibt Tipps

Vernünftiger Umgang mit Alkohol: Sozialraum-Team gibt Tipps

Von: hal
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Hier gibt‘s die handlichen Broschüren (v.l.): Michael Bosseler, Sandra Begmann, Geschäftsführerin des Edeka-Marktes, Anne Barry und Winfried Heinen. Foto: G. Halili

Stolberg-Büsbach. „Handel bewusst, weniger ist mehr.“ Diese Faustregel sollen sich vor allem Jugendliche während der Karnevalszeit bewusst machen. Gerade Alkohol spielt in der fünften Jahreszeit eine große Rolle. So ist auch in diesem Jahr das Sozialraum-Team aus Büsbach wieder unterwegs. In den verschiedenen umliegenden Geschäften oder Tankstellen werden Broschüren mit Informationsmaterial hinterlegt.

Seit Ende vergangenen Jahres können sich Jugendliche mit all ihren Sorgen und Problemen an das neue Sozialraum-Team Anne Barry, Sozialarbeiterin, und den zuständigen Polizeibeamten in Büsbach, Winfried Heinen, wenden.

Bereits seit 2002 kooperieren Polizei und Jugendpflegehilfen miteinander, um im Team bei sämtlichen Problemen nach einvernehmlichen Lösungen zu suchen. Das Konzept sieht vor – auch wenn es im Vorfeld keine Konflikte mit Jugendlichen gibt –, den Kontakt zu den jungen Menschen zu suchen, um so im Idealfall Konflikten vorzubeugen.

Im Jugendtreff Büsbach kennt man das neue Sozialraum-Team und so ist bereits ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen Jugendlichen und Team vorhanden.

Mit der jährlichen Kampagne zum vernünftigen Umgang mit Alkohol sollen alle Gesellschaftsmitglieder wie Gewerbetreibende, Veranstalter oder Eltern für den Jugendschutz sensibilisiert werden. Alle müssen hier in die Pflicht genommen werden, damit es nicht zu Missbrauch von Alkohol kommt. „Es geht nicht darum, den Alkohol generell zu tabuisieren, wir möchten auf einen maßvollen Umgang aufmerksam machen“, so Michael Bosseler, Jugendpfleger der Stadt Stolberg.

Im Vorfeld sollen die jungen Leute sensibilisiert werden, auf ihre Umgebung und ihren Freundeskreis zu achten. Wer hat ein Auto? Wer kann noch nach Hause fahren? Wer hat den Punkt erreicht und sollte aufhören zu trinken? Bewusst machen, was los ist, darum geht es.

Zurzeit sei man in Stolberg zuversichtlich, eine Steigerung des Alkoholkonsums könne man hier nicht feststellen, so Bosseler. Alkohol ist immer ein Thema bei Heranwachsenden, dabei sei jedoch vor allem die „Peergroup“, das soziale Umfeld, von großer Bedeutung. Oft möchten sich die Jugendlichen bei ihresgleichen selbstdarstellen, daher sei es umso wichtiger, offen mit diesem Thema umzugehen.

Mittlerweile hat sich dieser Vorgang auch bei den Karnevalsvereinen herumgesprochen, und es wird beispielsweise nachgefragt, wie lange Jugendliche auf Veranstaltungen anwesend sein dürfen. Das Informationsmaterial ist optimal auf Jugendliche abgestimmt und wird zudem differenziert für Jungen und Mädchen noch einmal erläutert.

Die Materialien rund um den Jugendschutz können via Internet oder direkt bei der Stadt Stolberg angefragt werden. Das Jugendschutzgesetz ist als kleine Broschüre in Deutsch, Englisch, Türkisch, Russisch, Französisch und Polnisch zu haben.

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