Radarfallen Blitzen Freisteller

Venwegen erhält das Prädikat „Familienfreundlich“

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
8983526.jpg
Ein gutes Beispiel für das Engagement der Venwegener ist die Aufwertung des Spielplatzes am Pfarrer-Peters-Weg, die mit Hilfe von Spenden erreicht werden konnte. Foto: D. Müller

Stolberg-Venwegen. Der entscheidende Impuls kam von Michael Bosseler. Als die Städteregion Aachen ihren Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb „Familienfreundlich“ startete, musste der städtische Jugendpfleger nicht lange überlegen: Er kontaktierte die Vorsitzende des Vereins „Alte Schule“ in Venwegen und legte ihr eine Bewerbung nahe.

Nicole Schweitzer war zunächst überrascht und wusste dann ihrerseits den Gesprächspartner zu überraschen – mit folgender Aussage: „In Venwegen gibt es noch viel mehr als unseren Verein. Wenn schon, dann schlage ich das ganze Dorf vor.“

Gesagt, getan. So nahm die Geschichte ihren Lauf und steuert nun dem vorläufigen Höhepunkt entgegen: Am Freitag wird Venwegen im Haus der Städteregion neben anderen Preisträgern mit dem Prädikat „Familienfreundlich“ ausgezeichnet. In Aachen wird an diesem Nachmittag eine rund 60-köpfigen Delegation aus dem Stolberger Stadtteil erwartet. Die Pfadfinderinnenschaft St. Georg wird voraussichtlich ebenso vertreten sein wie der Brigidakreis, der Beirat der Ortsvereine, der Karnevalsverein „De Vennkatze“, die Spielplatzinitiative und der Kindergarten Haus Maria im Venn.

„Es gibt so viele engagierte Menschen in unserem Ort. Natürlich spielt der Verein ‚Alte Schule‘ da eine wichtige Rolle. Aber auch die anderen haben diese Anerkennung verdient“, ist Nicole Schweitzer überzeugt. „Hier passiert auf ganz vielen Ebenen etwas für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien.“

So ist im Laufe der vergangenen Jahre eine große und eingeschworene Gemeinschaft entstanden, die dem von der Städteregion erstellten Anforderungsprofil für die Auszeichnung bestens gerecht wird. „Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, wie viele gute Ideen und Taten es in unserer Region gibt. Und dazu motivieren, das Engagement noch weiter zu erhöhen“, beschreibt Städteregionsrat Helmut Etschenberg die Grundidee. Die wurde vor zehn Jahren vom damaligen Kreis Aachen entwickelt und mittlerweile von der Städteregion wieder aufgegriffen.

Hoffen auf einen neuen Pavillon

Am Freitag darf also gefeiert werden. Die Venwegener werden das ausgiebig tun – zunächst im Städteregionshaus und am Abend im Birkenhof. Dann wird sicherlich über das Erreichte gesprochen werden. Und vielleicht auch über das größte Projekt der Zukunft. „Wir benötigen für die Jugendarbeit weiterhin einen Ersatz für den in die Jahre gekommenen Pavillon auf dem Schulhof“, erklärt die Vorsitzende.

Weil sich die Stadt aufgrund ihrer Haushaltslage nicht in der Lage sieht, das Projekt zu finanzieren, ruhen die Hoffnungen nun auf der Europäischen Union und Fördergeldern aus dem Leader-Programm, mit dem Maßnahmen im ländlichen Raum unterstützt werden sollen. Denn eins ist laut Nicole Schweitzer klar: „Alleine und aus eigenen Mitteln werden wir das nicht schaffen.“ Schließlich sind auch im bald ausgezeichneten Dorf Venwegen die Grenzen des auf ehrenamtlicher Basis Machbaren irgendwann erreicht.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert