VdK-Ortsverband Stolberg droht das Aus

Von: Dirk Müller
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Josef Meurer übernimmt den Vorsitz, Brigitte Meurer wird Schriftführerin. Reinhard Danowski, der als kommissarischer Vorsitzender dem verstorbenen Heinz Göbbels auf Kreisebene folgte, wird mit den beiden nun intensiv um Mitstreiter werben. Sollten sie keine finden, wird der Ortsverband aufgelöst. Foto: D. Müller

Stolberg. Es sind durchaus dramatische 60 Minuten gewesen, in denen der Ortsverband Stolberg des Sozialverbands VdK vor dem Aus stand. „Wenn wir keinen neuen Vorstand etablieren können, wird der OV aufgelöst, und die Mitglieder werden entsprechend ihrer Postleitzahlen an umliegende Ortsverbände verteilt“, erklärte Reinhard Danowski, kommissarischer Vorsitzender des VdK-Kreisverbands Kreis Aachen, der an der Stolberger Salmstraße ansässig ist.

Hintergrund der Führungslosigkeit des 850 Mitglieder zählenden Ortsverbands Stolberg ist, dass der Vorsitzende Heinz Göbbels, der auch dem Kreisverband Kreis Aachen vorstand, im Januar verstorben ist.

„Weitere Vorstandmitglieder fielen krankheitsbedingt oder durch Wohnortswechsel aus“, beschrieb Danowski. Alle Mitglieder des Ortsvereins seien zu der außerordentlichen Hauptversammlung mit Vorstandsneuwahlen ordnungsgemäß eingeladen gewesen, und dennoch fanden sich zunächst keine Bewerber, welche die Führungsämter übernehmen wollten.

Die Vertreter des Kreisvorstands redeten den 34 Mitgliedern des Ortsverbands, die sich im Hotel Stadthalle versammelt hatten, gut zu und stellten einem etwaigen neuen Vorstand intensive Hilfe, Beratung und Begleitung in den ersten Wochen der Tätigkeit in Aussicht. Die OV-Mitglieder indes äußerten ihren Willen, auf jeden Fall im eigenen Ortsverband Stolberg verbleiben zu wollen.

Beides mag den Ausschlag gegeben haben, dass sich mit Josef Meurer doch noch ein Kandidat für den Vorsitz fand und Brigitte Meurer sich bereiterklärte, das Amt der Schriftführerin zu übernehmen. Beide Kandidaten wurden einstimmig gewählt.

Doch obwohl der Ortsverband jetzt nicht mehr führungslos ist, sei er immer noch von der Auflösung bedroht, sagte Danowski: „Wir können die Entscheidung wohl noch verschieben, aber innerhalb der nächsten drei, vier Monate müssen die wichtigen Ämter des Kassierers und des stellvertretenden Vorsitzenden zwingend besetzt werden, um den Ortsverband zu erhalten.“ Gelinge dies nicht, sei der OV laut der an das Vereinsrecht gebundenen Satzung des Sozialverbands VdK nicht aufrechtzuerhalten.

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