Vandalismus: Mausbach trauert um die Dorf-Linde

Von: -jül-
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Nur noch ein kleiner Stumpf ragt aus dem Schotter des vom Dorfforums gepflegten Beetes an der Ecke von Schroiff- und Dechant-Brock-Straße. Dort, wo einst die Mausbacher Linde den Kern des Ortes markierte, stand die junge Linde. Foto: J. Lange / A. Konrads
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Nur noch ein kleiner Stumpf ragt aus dem Schotter des vom Dorfforums gepflegten Beetes an der Ecke von Schroiff- und Dechant-Brock-Straße. Dort, wo einst die Mausbacher Linde den Kern des Ortes markierte, stand die junge Linde. Foto: J. Lange / A. Konrads

Stolberg-Mausbach. „Mein Freund der Baum ist tot, er starb ...“ in der Nacht zum Sonntag in Mausbach. Es war nicht irgendein Baum, sondern die Mausbacher Dorf-Linde. Zumindest sollte der Baum einmal wieder diese Bedeutung erlangen, denn gepflanzt wurde der noch junge Stamm vor zwei Jahren genau dort, wo einst eine stolze Linde den Mittelpunkt des Mausbacher Ortskerns markierte: an der Ecke von Schroiff- und Dechant-Brock-Straße.

Mitglieder des Mausbacher Dorfforums hatten die Linde gepflanzt und sie gehegt und gepflegt. Immerhin war sie ein Geschenk des Städteregionsrates für die Teilnahme Mausbachs am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, berichtet ein sichtlich enttäuschter Dr. Franz-Josef Ingermann als Sprecher des Dorfforums.

Mittlerweile war die Linde auf stolze fünf Meter angewachsen, ein sichtbares Zeichen für das Engegament in dem Ort. Am Montag erinnerte an den symbolträchtigen Baum nur noch ein kleiner Stumpf, kaum sichtbar zwischen der Unterbepflanzung. Vandalismus wird einmal mehr vermutet als Ursache für die Zerstörung der Linde. Denn am Sonntagmorgen wurden auch ein offesichtlich mitwillig zertrümmerter Stühle und Einkaufswagen in der Bushaltestelle Kirche an der Gressenicher Straße entdeckt.

Zertrümmerte Grablaternen auf dem Friedhof erzürnten Maus­bacher bereits im Laufe der vergangenen Woche, und Anfang Mai wurden Bushaltestellen im Dorf zerstört.

„Angesichts der anhaltenden Zerstörungswut im Dorf, wäre es schön, wenn die Ordnungspartnerschaft zwischen Stadtverwaltung und Polizei erfolgreich funktionieren würde“, sagt Adolf Konrads, „damit dem Treiben in Mausbach Einhalt geboten wird“.

Wann und ob es einen erneuten Anlauf für ein Comeback der Mausbacher Dorf-Linde geben wird, muss sich noch zeigen. Erst einmal sitzt die Enttäuschung bei den engagierten Streitern für die Dorfgemeinschaft tief.

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