Urlaubsgefühle im Kupferhof „Rose”

Von: Johannes Mohren
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Zauberhaftes Ambiente vor hist
Zauberhaftes Ambiente vor historischer Kulisse: Das Lichterfest im Kupferhof „Rose” kam bei den Besuchern bestens an. Foto: J. Mohren

Stolberg. Ein richtig schöner Sommertag neigt sich seinem Ende entgegen. Langsam setzt die Dämmerung ein, aber es ist immer noch warm. Der leckere Duft von Paella liegt über dem Kupferhof „Rose”. Gerade singt Dolores Ramirez - auf Spanisch. Irgendwann ertönt „Eviva Espana”.

Die Gäste klatschen mit, stimmen beim Refrain ein und feiern. „Es ist genau wie im Urlaub - nur der Strand ist ein bisschen weiter weg”, schmunzelt ein Besucher.

Es wird gelacht, wie so oft an diesem Abend. „Die Leute fühlen sich sauwohl”, sagt Christian Clément, und Begeisterung schwingt unüberhörbar in seiner Stimme mit. Der Burgunder, der seit nunmehr 15 Monaten in der Kupferstadt lebt, ist in diesen Momenten ein glücklicher Gastgeber. Sichtlich genießt der Franzose die Zeit mit seinen Gästen im Altstadt-Ambiente, direkt hinter seiner „Bodega” am Alter Markt.

Diese fröhliche Sommerstimmung erlebt auch Familie Ewers. „Wir sind hier eigentlich nur zufällig vorbeigekommen und haben zunächst die Musik gehört”, berichtet Heidi Ewers. Es sind spanische Töne, die durch das abendliche historische Stolberg wehen: Von den Schwestern Eva und Maria Sanchez-Ramirez, die einen feurigen Flamenco auf die kleine Bühne zaubern, und Norbert Walter Peters, der die passenden Gitarrenklänge dazu beisteuert. Oder von Dolores Ramirez, die mit ihrer weichen Stimme die Gäste reihenweise dahinschmelzen lässt. Der Gang durch die Tore in den kerzenbeleuchteten Hof hat sich für die Ewers jedenfalls gelohnt: „Es ist eine schöne Atmosphäre und tolle Musik”, schwärmt Mutter Heidi. „Einfach rundum gelungen”, befindet sie und stößt mit einem guten - natürlich spanischen - Tropfen Rotwein mit ihrer Familie und Freunden an. Denn sie hat weit gereisten Besuch mitgebracht: Axel und Susanne Häger kamen aus der Mainstadt Würzburg an die Vicht. „Es ist schön, das oft triste Stolberg im Sommer mal so zu sehen”, betont Ewers, und auch die Gäste aus Unterfranken sind hellauf begeistert.

Genauso geht es Peter Konzer. Der Weg war für ihn zwar nicht ganz so weit, aber auch er ist eigens aus Baesweiler in die Kupferstadt gereist. Sein Kommen hat eine ganz besondere Vorgeschichte: „Mein Sohn heiratet nächste Woche”, verrät er. Zur Weinprobe ging es deshalb bereits in der Vorwoche zu Christian Clément. Nun ist es das zweite Mal, dass Konzer vorbeischaut. „Das Ambiente ist einfach unglaublich, ein Gottesgeschenk”, betont Konzer, den das Kupferhof-Flair fasziniert. Zudem schätzt Konzer die Gemütlichkeit und das Miteinander: „Wir sitzen hier an einem Tisch zusammen mit für uns fremden Menschen und verstehen uns auf Anhieb prächtig”, sagt er.

Zu später Stunde erheben sich die Besucher von ihren Bänken. Denn es wird noch einmal ganz heiß: Eine atemberaubende Feuer-Jonglage zieht alle in ihren Bann. Ein magischer Abschluss eines zauberhaften Sommerabends. Und für so manch einen mag der Gang nach Hause durch die hölzernen Tore des Kupferhofes „Rose” wie die Rückkehr aus einem Urlaub irgendwo zwischen Barcelona, Madrid und Sevilla sein.

Der Paella-Duft und Flamenco-Takt in Nase und Ohren wird jedenfalls noch einige Zeit an eine spanische Nacht in Stolberg erinnern.
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