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Unkraut und Raser sorgen für Unmut in Gressenich

Von: tim
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Der CDU-Landtagsabgeordnete, Axel Wirtz (links), erläuterte den Teilnehmern der Ortsteilwanderung die Problemzonen von Gressenich. Foto: T. Griese

Stolberg. Zu einer Ortsteilwanderung hatte der Gressenicher CDU-Ortsverband am Freitag geladen. 25 Interessierte folgten Marc Delzepich und Axel Wirtz auf einem Rundweg durch den Stolberger Stadtteil. An einzelnen Punkten hielt die Gruppe an, um Wünsche und Anregungen zu besprechen und Probleme der Bürger aufzunehmen.

Eines davon ist in den Augen vieler ein grün wucherndes Grundstück an der Ecke Vorschhof und Rottstraße. Da sich dieses in privatem Eigentum befinde, habe man bislang nichts tun können, sagte Wirtz. Allerdings wolle die CDU im kommenden Jahr einen Antrag stellen, den gesamten Bereich umzugestalten. Unter bestimmten Voraussetzungen gebe es dafür auch Fördermöglichkeiten. „Wir möchten etwas verändern. Das schreit förmlich danach“, so Wirtz.

Beim Stopp an der Brücke an der Brühlstraße, die seit längerem abgesperrt und nur noch für Fußgänger nutzbar ist, ging es um den Reparaturfortschritt. Wirtz stellte klar, dass frühestens ab 2014 Gelder zur Instandsetzung vorhanden seien. Beim anstehenden Radrennen werde die Brücke zusätzlich abgestützt.

Beim Weg über die Schevenhütter Straße wies Anwohner Ansgar Winkler auf Raser hin, die es mit der Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung in der 30er-Zone nicht so ernst nähmen. „Hier wird vor allem abends runtergedonnert“, erklärte er. Kontrolliert wede aber so gut wie nie. Die CDU-Vertreter wollten diese Anregung ebenso aufnehmen wie die Bitte, sich um den Unterstand an der Römerstraße zu kümmern, der hauptsächlich von Jugendlichen genutzt wird.

Gabriele Kugel etwa gab an, zwar verstehen zu können, dass die Jugend nach einem gemeinsamen Treffpunkt suche, dabei dürfe aber nicht vergessen werden, dass die Jugendlichen aufgrund der Lage des Unterstands nicht nur sich, sondern auch den Straßenverkehr gefährdeten. Sorge um den Zustand der Holzkonstruktion gab es auch: „Die ist vermüllt und kaputt. Die Jugendlichen gehen leider nicht nett damit um“, sagte Wirtz. Er nahm den Vorschlag auf, Streetworker in die Kommunikation mit den Jugendlichen einzubinden.

Die vielbefahrene Römerstraße stand ebenfalls auf der Liste der Wegpunkte. Einerseits ging es um die Entschärfung der Gefahr für aus Mausbach ankommende Radfahrer mit der Verlagerung des Radwegendes an den Ortseingang. Andererseits standen die angelegten Querungshilfen im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Wolfgang Havertz lobte die Errichtung der zwei Hilfen, regte aber auch an, einen Zebrastreifen in Höhe der Verbindungsgasse zwischen Post- und Römerstraße einzurichten, da es sich für Fußgänger um einen Hauptverbindungsweg zur Kirche und zum Friedhof handele.

Auch diese Anregung wollte die CDU aufnehmen und prüfen lassen, wobei Havertz darauf hinwies, bereits selbst bei der Stadt angefragt zu haben und mit der Begründung abgewiesen worden sei, die Straßenbreite sei für einen Zebrastreifen zu gering. Neben der Sammlung der Wünsche, Probleme und Verbesserungsvorschläge der Gressenicher Bürger hatte die Ortsteilwanderung gleichzeitig kulturellen Charakter: Der CDU-Ortsverband nutzte den Spaziergang auch als kleine Stadtteilführung. Delzepich und Wirtz informierten die Wanderer an verschiedenen Wegpunkten über historische Ereignisse in Gressenich, wie etwa den Bau der Ursula-Kapelle, den Ursprung der jährlich stattfindenden Erdbeben-Prozession oder die Reise des Friedenskreuzes bis zum Krämersterz.

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