Umstellung auf SEPA? Für stolberger Vereine ein Kinderspiel!

Von: Daniela Martinak
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SEPA: Das neue internationale Überweisungssystem. Foto: imago

Stolberg. Wenn ein Stolberger Schützenverein zu Gast bei einer amerikanischen Footballmannschaft ist und sich ein spanischer Tennisspieler bei beiden Vereinen anmelden möchte, dann ist die Überweisung des Mitgliedbeitrags bald so einfach wie nie. Heißt es zumindest. All das könnte ja mal eintreten. Könnte.

Wie auch immer, die Banken lassen verlauten: Überweisungen ins Ausland sollen in naher Zukunft einfacher abgehandelt werden – mittels Sepa.

Neben Unternehmen und Bürgern sind auch Vereine, bundesweit sind das 580 000, dazu angehalten, bis zum Stichtag 1. Februar 2014, die Umstellung zu vollziehen.

Keine Probleme

Erst rund 21 Prozent der Vereine haben bereits dafür gesorgt, dass sie zu Beginn des kommenden Jahres keine Probleme haben werden, Mitgliedschaftsbeiträge einzuziehen und Rechnungen zu bezahlen. Dabei wird die Zeit langsam knapp.

„Wir haben sogar schon vor einem halben Jahr umgestellt. Sobald wir davon gehört hatten, haben wir uns erkundigt und den Schritt getan“, erklärt Ralf Freialdenhoven, Kassierer der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Breinig. Alles sei völlig problemlos abgelaufen und leicht zu verstehen gewesen. „Ich finde, dass die ganze Hektik überzogen ist, viel Aufwand hat es uns nicht gekostet, obwohl wir damit gerechnet hatten“, muss der Kassierer zugeben. Schließlich zählt die Bruderschaft stolze 110 Mitglieder, die alle angeschrieben werden mussten.

Bei der KG Fidele Bessemskriemer sind es sogar noch zehn Mitglieder mehr, die kontaktiert werden mussten. „Da wir allerdings auch schon reichhaltig unsere Mitgliederlisten umgestellt haben, so dass die meisten nun per Email auf dem Laufenden gehalten werden, ist das doch ziemlich einfach“, versichert Dirk Schieren, der bei der Karnevalsgesellschaft das Kassenbuch schwingt.

Also gleich zwei Umstellungen hat dieser Verein dann am 1. Februar hoffentlich vollzogen. Schieren ist optimistisch: „Obwohl ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ich diese Aufgabe einem anderen Mitglied des Vereins zugeschoben habe – der ist nämlich beim Finanzamt tätig und kennt sich damit viel besser aus –, kann ich versprechen, dass wir es bis zum Stichtag schaffen auf Sepa umzustellen.“

Wer Struktur in seinen Verein gebracht habe, für den stellten solche Dinge auch keine Schwierigkeiten dar. Lediglich könnte es ein wenig Aufwand bei der Kontaktaufnahme mit den Mitgliedern verursachen, aber ansonsten würden ja noch nicht einmal Kosten entstehen.

So sieht das auch Angelika Prick, die Kassenwartin des Stolberger Schwimmvereins. Die sitzt gerade mittendrin in dem Haufen an Akten, Papieren und Adresslisten. 450 Mitglieder muss sie insgesamt auf die Umstellung vorbereiten und darüber informieren.

Infoveranstaltung

Zunächst habe sie sich aber selber einmal informiert: „Ich habe Informationsveranstaltungen der Sparkasse besucht und mir einiges an Material und Unterlagen zu dem Thema mitgenommen und durchgelesen.“ Das habe sehr gut geholfen und sei wirklich verständlich gewesen.

Prick versichert: „Wenn man sich einmal in das Programm eingearbeitet hat, ist es ein Kinderspiel.“

Dann steht einem internationalen Stolberger Verein ja nun nichts mehr im Wege. Darauf, dass die Beiträge auch ab Februar noch weiterhin problemlos fließen.

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