Umbau des Gerätehauses: Löschgruppe denkt in neuen Dimensionen

Von: Lukas Franzen
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Regina Erschfeld informierte im neuen Schulungsraum über der Fahrzeughalle anhand von Modellen über das Feuer und seine Gefahren, und auch ihre kleinen Gäste waren aufmerksam bei der Foto: L.?Franzen

Stolberg-Donnerberg. Die Sperrung der Heidestraße, ein Großaufgebot von Feuerwehrleuten und Einsatzfahrzeugen sowie eine große Anzahl an „Schaulustigen” auf der Straße hätten auf den ersten Blick nichts Gutes erahnen lassen können. Aber Entwarnung.

Die vermeintlichen Schaulustigen entpuppten sich schnell als ganz normale Gäste, und auch die zahlreichen Feuerwehrleute ließen es an diesem Tag zu Recht sehr gemütlich angehen. Denn gehören das Bändigen von Flammen, Leben retten und Häuser vor dem Einsturz bewahren zu ihrer täglichen Pflicht, so kommt es nicht allzu oft vor, dass Gebäude von der Feuerwehr umgebaut und eingeweiht werden. Die Mitglieder der Donnerberger Löschgruppe hatten in den vergangenen 39 Jahren genau zweimal die Gelegenheit, dies zu tun: Im Jahre 1972, als in der Heidestraße das neue Zuhause der freiwilligen Feuerwehr entstand, und am vergangen Donnerstag, als nach zehnmonatigem Umbau das neue Gerätehaus offiziell eingeweiht und der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Gelöscht werden mussten an diesem Tag lediglich der Durst der zahlreichen Gäste und simulierte Kleinbrände auf dem Vorplatz der modernisierten Feuerwehrwache. Hier wurde dem Nachwuchs eindrucksvoll der Umgang mit dem Feuerwehrschlauch demonstriert. Einer von vielen Höhepunkten, den sich die Löschgruppe für ihre jungen Gäste hatte einfallen lassen. Die Einsatzwagen in der Heidestraße konnten nicht nur von außen bestaunt, sondern auch hautnah von innen unter die Lupe genommen werden, und eine Feuerwehr-Hüpfburg lud zum Austoben ein.

Ernster ging es da schon im neuen Schulungsraum des umgebauten Gerätehauses zu. Hier informierte Regina Erschfeld anhand von Brandsimulationen und Modellversuchen anschaulich über das Feuer und seine Gefahren.

Die größte Löschgruppe der Stadt kann sich über mangelnden Nachwuchs wirklich nicht beklagen: „Aktuell zählt unsere Gruppe 35 Mitglieder”, so Gruppenführer Hubert Fröschen. Dies sei einer der entscheidenden Gründe für die Vergrößerung und Modernisierung des alten Gerätehauses gewesen. Zwei Löschfahrzeuge passen nun in den energetisch sanierten Altbau mit neuem Dach, der um drei Meter nach vorne erweitert und eine ganze Etage erhöht wurde. Lediglich neun Personen passen in unsere Fahrzeuge”, berichteten Hubert Fröschen und Christoph Baumanns. Nun könne man doppelt so viele Mitglieder zum Einsatzort befördern. Ein weiterer Vorteil: Im neuen Obergeschoss ist ein großer Schulungsraum entstanden, in dem einmal die Woche das theoretische Fachwissen für die Feuerwehrleute von morgen gelehrt wird. „Unser alter Schulungsraum war viel zu klein”, so Fröschen. Dieser wurde nun zu einer modernen Umkleide mit Duschmöglichkeiten umfunktioniert. Über den Katastrophenschutz der Städteregion Aachen wurde zudem ein neuer Notstrombetrieb für das Gebäude installiert, so dass Einsätze zukünftig auch in absoluten Ausnahmesituationen gefahren werden können.

Der restliche Umbau wurde mit Hilfe des „Konjunkturpakets 2” und Eigenmitteln finanziert. „Es wurden alle Ideen von uns verwirklicht”, freute sich Hubert Fröschen. „Wir konnten uns überall einbringen.”

Nach viel persönlichem Einsatz der Löschgruppenmitglieder, die beispielsweise bei den Malerarbeiten und dem Abriss der Fassade mitwirkten, genossen alle Beteiligten die unübersehbaren Ergebnisse ihrer harten Arbeit. Für das musikalische und tänzerische Rahmenprogramm sorgten an dem sonnigen „Vatertag” die „Inde-Rebellen”, die Donnerberger Trompetenbläser, der eigene Spielmannszug sowie die Showtanzgruppe der KG „Wenkbülle”.
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