Stolberg - Über alle Parteigrenzen: Jungpolitiker wollen anpacken, nicht reden

Über alle Parteigrenzen: Jungpolitiker wollen anpacken, nicht reden

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Im benachbarten Aachen gibt es ein schönes Sprichwort: Mit „Nit mulle, machen!” treiben sich die Öcher gerne zum Handeln auf.

Ob sich die Stolbeger Jungpolitiker genau daran gehalten haben, darf bezweifelt werden, ein wahrer Kern steckt aber sicher in dieser Formulierung. Denn: Vertreter der Jungen Union, den Jusos, der Grünen Jugend sowie den Jungen Liberalen haben sich am Wochenende, beim „Treffen der Großen 4” im Rathaus, darauf geeinigt, künftig bei bestimmten Themen parteiübergreifend zu arbeiten und im wahrsten Sinne anzupacken, insbesondere bei gemeinnützigen Projekten.

Darüber hinaus soll die politische Jugendarbeit in Stolberg insgesamt besser „koordiniert” werden, wie es Carsten Kreitz, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Liberalen, ausdrückt. „Wir haben festgestellt, dass wir auf programmatischer Ebene viele übereinstimmende Meinungen haben.”

Infotag gegen Extremismus

Ein Resultat dessen soll sein, dass zum Beispiel im Januar, voraussichtlich Mitte des Monats, im Evangelischen Gemeindezentrum ein Informationstag für Jugendliche zum Thema Rechts- und Linksextremismus veranstaltet wird, mit Infoständen, Vorträgen und Diskussionsrunden. „Über Extremismus wird häufig zu einseitig berichtet”, sagt Kreitz. Es sei ausdrücklicher Wunsch aller Nachwuchsverbände, sich diesem Thema zu widmen.

Zusätzlich wollen sich die Jungpolitiker in Stolberg bei gemeinnützigen Projekten engagieren und etwa bei der Sanierung von Spielplätzen und öffentlichen Plätzen mithelfen. Kreitz: „Wir wissen ja auch, dass die Stadt finanziell nicht auf Rosen gebettet ist und wenn es zum Beispiel darum geht, Bänke zu streichen, wollen wir das gerne übernehmen.” Bei solchen Projekten sollen die Aufgaben mit dem Technischen Betriebsamt koordiniert werden. Was das weitere Vorgehen betrifft, hüllen sich die Nachwuchspolitiker (noch) in Schweigen. Kreitz: „Noch ist nichts spruchreif. Wir freuen uns aber, dass wir parteiübergreifend ein paar Dinge rauspicken konnten, die wir gemeinsam anpacken.”

Die nächste poltische „Elefantenrunde” soll Mitte Oktober stattfinden. Dann sollen konkrete Projekte angegangen werden..
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