Turbulenzen in der Senioren-Union

Von: Toni Dörflinger und Michael Grobusch
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Kunibert Matheis (v.l.), Margret Bartges, Bernd Stickeler, Ludwig Hahn, Winfried Bartges, Maria Frings und Armin Fiebich (v.l.) bilden die neue Vorstandsmannschaft der CDU-Senioren-Union in Stolberg. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Ludwig Hahn ist neuer Vorsitzender der Stolberger CDU- Senioren-Union. Der 71-jährige Betriebswirt, der viele Jahre lang als Abteilungsleiter bei Missio in Aachen tätig war, konnte bei der Jahreshauptversammlung 33 der 34 abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen. Er tritt die Nachfolge von Norbert Gönnewicht an.

Der langjährige Vorsitzende, der nicht anwesend war, hatte schon Anfang Oktober gemeinsam mit vier weiteren Vorstandsmitgliedern seinen Rücktritt erklärt – ein Vorgang, den er am Freitag gegenüber unserer Redaktion nicht näher kommentieren wollte.

Sehr wohl bezog er aber Stellung zu einer angeblichen „Gegenveranstaltung“, über die am Rande der Jahreshauptversammlung gesprochen worden war. „Es ist richtig, dass wir uns am selben Tag in einem größeren Freundeskreis getroffen haben. Von einer Gegenveranstaltung kann aber keine Rede sein“, erklärte Gönnewicht.

Dass es in der Senioren-Union in Stolberg zuletzt erhebliche Differenzen gegeben hat, daraus macht der Kreisvorsitzende und stellvertretende Landesvorsitzende keinen Hehl. „Als Agnes Meyer und ich unseren Rücktritt angekündigt haben, sind viele Mitglieder auf uns zugekommen und haben erklärt, dass sie mit der Senioren-Union in Stolberg auch nichts mehr zu tun haben wollen.“

Mittlerweile handele es sich um fast 40 Personen, für die in Absprache mit dem CDU-Kreisverband eine Lösung gefunden worden sei. „Schließlich muss es mein Interesse als Kreisvorsitzender der Senioren-Union sein, dass wir die Mitglieder nicht gänzlich verlieren, wenn sie sich von Stolberg abwenden.“ Für den besagten Kreis sei vereinbart worden, dass er gemäß Satzung zwar weiterhin dem Stadtverband Stolberg angehören werde, von diesem aber keinerlei Post mehr erhalte. Außerdem werden die Mitgliedsbeiträge in die Kreiskasse eingezahlt.

Norbert Gönnewicht legt großen Wert auf die Feststellung, „dass wir niemanden ermuntert oder aufgefordert haben, Stolberg den Rücken zuzukehren. Aber es gibt einfach viele Mitglieder, die mit dem CDU-Stadtverband in unserer Stadt keine Berührungen mehr haben möchten.“

„Regierungsprogramm“

Es könnte also bessere Zeiten geben, um in Stolberg den Vorsitz der Senioren-Union zu übernehmen. Ludwig Hahn aber zeigte sich zuversichtlich, bedankte sich für den Vertrauensvorschuss und kündigte quasi als „Regierungsprogramm“ eine verstärkte Zusammenarbeit mit der örtlichen CDU beim Bau und der Gestaltung von senioren- und behindertengerechten Wohnungen sowie der Bereitstellung von Heimplätzen an.

Die Versammlung schloss mit der Vorstellung des Programms für das kommende Jahr. Unter anderem wird es mehrere von Winfried Bartges geführte Wanderungen geben sowie eine Krippenbesichtigung in Aachen (Freitag, 3. Januar, Treffpunkt 16 Uhr, Elisengalerie), eine Mehrtagesfahrt und ein monatliches Treffen im Mühlener Pfarrheim in der Dammgasse.

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