Stolberg - TSV Donnerberg und Columbia Stolberg streben Zusammenschluss an

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TSV Donnerberg und Columbia Stolberg streben Zusammenschluss an

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
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Richtungsweisend: Der TSV Donnerberg führt Gespräche mit dem FC Columbia über eine Fusion und die gemeinsame Nutzung des Sportgeländes am Birkengang, das saniert werden soll.
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Spiele, die nicht auf Asche stattfinden, haben der TSV Donnerberg (rote Trikots) und der FC Columbia bis dato nur auswärts.
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Die Zukunft der Grillhütte am Birkengang ist offen.

Stolberg. Bei den Bemühungen um eine gemeinsame sportliche Zukunft kommen sich der TSV Donnerberg und der FC Columbia Stolberg offenbar näher. Zwar hält sich die Kommunikation nach außen weiterhin in sehr engen Grenzen. Intern scheinen die Gespräche zwischen den Klubs aber so positiv und konstruktiv zu verlaufen, dass nach den Sommerferien die Einigung über einen Zusammenschluss erzielt werden könnte.

„Wir werden uns noch einige Male zusammensetzen und hoffen, dann eine Lösung präsentieren zu können“, erklärte Markus Baginski, Geschäftsführer des TSV Donnerberg, auf Anfrage unserer Zeitung im Namen beider Vereine.

Wie konkret die Planungen mittlerweile sind, zeigt ein Blick ins Rathaus. Dort sollen in den kommenden Wochen mehrere alternative Varianten für eine Nutzung des TSV-Geländes an der Birkengangstraße ausgearbeitet werden. Dazu ist zunächst eine Grundlagenvermessung vorgenommen worden. „Auf deren Basis müssen wir nun schauen, welche Möglichkeiten es an diesem Standort gibt und inwieweit der derzeitige Parkplatz für den Bau eines zweiten, kleineren Fußballfeldes genutzt werden kann“, berichtet Andreas Pickhardt. Dabei gibt es für den städtischen Fachbereichsleiter zwei Ausschlusskriterien: „Wir können dort nicht in die Altlasten-Situation eingreifen, weil das unendlich teuer werden würde. Und ein Eingriff in den Naturschutz ist ebenfalls ausgeschlossen.“

Sehr wohl vorgesehen ist aber die Umwandlung des Aschen- in einen Kunstrasenplatz und die erwähnte Schaffung eines zusätzlichen Kleinfeldes, das je nach Größe zumindest für die Spiele in einigen Jugendklassen genutzt werden könnte. In diesem Kontext ist auch zu klären, was mit der Grillhütte am Rande des Grundstückes geschieht.

„Wir werden den Sommer für die Variantenplanung und die Ermittlung der jeweils damit verbundenen Kosten nutzen“, verspricht Andreas Pickhardt, der allerdings darauf verweist, „dass es sich dabei ausschließlich um Vorschläge und Planungen der Verwaltung handelt“. Was im Klartext bedeutet: „Es gibt bislang keinerlei politische Beschlüsse.“

An ihnen dürfte es allerdings nicht scheitern, nimmt man die Wahlprogramme von CDU und SPD als Maßstab. In diesen erklären die bisherigen und aller Voraussicht nach auch zukünftigen Großkoalitionäre, die Entwicklung hin zu weniger, aber dafür besser ausgestatteten Sportstätten weiterhin unterstützen zu wollen. Im vorliegenden Fall könnte daraus für Stadt und Vereine eine „Win-Win-Situation“ entstehen, wie es der Fachbereichsleiter formuliert. Denn mit der gemeinsamen Nutzung eines Sportgeländes an der Birkengangstraße wäre die Aufgabe des Columbia-Platzes am Trockenen Weiher verbunden. Und diese ist Voraussetzung dafür, dass die umliegenden Flächen wie geplant als Bauland vermarktet werden können. Laut Pickhardt kann die Erschließung der neuen Baugebiete im günstigen Fall schon 2015 durch das entsprechende Planverfahren eingeleitet werden. Im Folgejahr wäre dann der Beginn erster Baumaßnahmen durchaus realistisch.

Ein Teil des durch Grundstücksverkäufe erzielten Geldes soll in die Modernisierung des Sportplatzes Birkengangstraße fließen. Wie hoch die Summe sein wird, hängt nicht nur von den Gesamtkosten der Maßnahmen ab, sondern auch von den Eigenleistungen, die die Klubs erbringen können bzw. müssen. Ob die Stadt, wie in den vergangenen Monaten kolportiert wurde, in Vorleistung gehen wird, ist dabei noch völlig offen, wie Andreas Pickhardt mit Blick auf die politischen Mehrheitsverhältnisse nach der Kommunalwahl und den Wechsel an der Verwaltungsspitze feststellt: „Das werden die neuen Verantwortlichen entscheiden müssen.“

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