Stolberg - Trotz spätem Baubeginn: AWO Aachen-Land hofft auf Eröffnung der Kita

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Trotz spätem Baubeginn: AWO Aachen-Land hofft auf Eröffnung der Kita

Von: Michael Grobusch
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Während die AWO Aachen-Land auf einen baldigen Baubeginn hofft, ist die neue Kita der Caritas Lebenswelten am Obersteinfeld bereits fertiggestellt. Am 7. Dezember wird die Einrichtung offiziell eröffnet. Foto: M. Grobusch
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Die Pläne stehen, AWO-Aachen-Land-Geschäftsführer Michael Mommer (l.) und der kaufmännische Leiter Guido Dohmen rechnen mit der Baugenehmigung noch vor Weihnachten. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Das erste Zwischenziel wurde nicht erreicht, doch Michael Mommer lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen: „Der Bebauungsplan musste geändert werden, das braucht seine Zeit“, stellt der Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Aachen-Land mit Blick auf den geplanten Neubau einer Kindertagesstätte an der Josefstraße fest. Zeit allerdings ist momentan ein rares Gut, schließlich wird es ab dem 1. August 2013 in Deutschland den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr geben. Und auch in Stolberg gibt es bis dahin noch einiges zu tun.

Dennoch: „Der Bauantrag ist gestellt, die Genehmigung erwarten wir noch vor Weihnachten. Danach folgen die ersten Ausschreibungen, und drei, vier Wochen später kann es losgehen“, skizziert Guido Dohmen den weiteren Zeitplan. „Wenn alles glattläuft, werden wir es schaffen, unsere Einrichtung zum neuen Kindergarten-Jahr zu öffnen“, ist der kaufmännische Leiter und Projektleiter zuversichtlich.

Klar ist jedoch: Sein wichtigster Verbündeter wird in den nächsten Monaten der Winter sein. Ohne ihn geht vieles, mit ihm und seinem Begleiter Frost aber drohen weitere Verzögerungen für das ohnehin sehr ehrgeizige Vorhaben.

1,8 Millionen Euro, und damit 300000 Euro mehr als zunächst veranschlagt, investiert die AWO in ihre erste Kita auf Stolberger Boden. „Wir liegen in allen Bereichen der Ausstattung deutlich über den Vorgaben des Landschaftsverbands“, betont Mommer, dass sein Kreisverband zwar ein zweckmäßiges, aber sehr wohl hochmodernes und auf die Zukunft ausgerichtetes Gebäude plant.

„Es wird eine völlige Barrierefreiheit gewährleistet sein“, verweist der Geschäftsführer auf einen Standard, der für Regelgruppen nicht unbedingt erforderlich ist, die Option für die Realisierung integrativer Modelle aber offenlässt. „Wir haben die Chance, uns mit dieser Einrichtung langfristig gut aufzustellen. Es macht einfach Sinn, jetzt vorausschauend zu planen und das dafür erforderliche Geld zu investieren“, unterstreicht Dohmen.

Zum Einstieg, das ist mit dem Stolberger Jugendamt abgesprochen und auf den aktuellen städtischen Bedarfsplan zugeschnitten, werden 50 Kinder in der rund 450 Quadratmeter Grundfläche umfassenden Kindertagesstätte mit ihren drei Gruppen einen Platz finden. Die Arbeiterwohlfahrt wird 28 Drei- bis Sechsjährige aufnehmen sowie 22 unter Dreijährige. „Von denen werden zehn wiederum unter zwei sein“, ergänzt der Kreisverbandsvorsitzende Hans-Peter Göbbels.

Ausnahme bei den Anmeldungen

Dass die Plätze trotz des noch nicht gesicherten Eröffnungsdatums gut vermittelt werden können, steht für Michael Mommer außer Frage: „Der Bedarf auf dem Donnerberg ist da. Und die Arbeiterwohlfahrt genießt einen sehr guten Ruf.“ Mehr als zehn Anfragen gebe es bereits jetzt, die erschwerten Bedingungen im Baujahr, so haben es die Stadt Stolberg und die Mitglieder der Trägerkonferenz in dieser Woche beschlossen, sollen durch eine Sondergenehmigung kompensiert werden.

Sie ermöglicht es der AWO, sich außerhalb des regulären Aufnahmeverfahrens in Stolberg zu bewegen und deshalb ab sofort, und nicht erst Ende Januar, Betreuungsverträge mit interessierten Eltern abschließen zu können. „Dafür sind wir wirklich sehr dankbar“, freut sich Guido Dohmen über die Entscheidung und die nach seinen Worten herzliche Aufnahme in den Kreis der Kita-Träger.

Parallel zu den Bauplanungen laufen in der Geschäftsstelle in Dürwiß derweil auch die Vorbereitungen für die Zusammenstellung des Teams, das auf dem Donnerberg arbeiten wird. Erfahrene eigene Kräfte und neue Kolleginnen sollen die zehn bis 14 Stellen besetzen. „Die interne Bewerbungs- und Bewertungsphase wird bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Externe Bewerbungen werden aber noch angenommen“, so der Geschäftsführer, der die Auswirkungen des Fachkräftemangels zwar zunehmend zu spüren bekommt, aber dennoch keine größeren Schwierigkeiten befürchtet. „Bis jetzt haben wir noch immer alle Stellen bei uns besetzen können.“ Auch in diesem Punkt also lässt sich Michael Mommer nicht aus der Ruhe bringen.

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