Totschlag: Sieben Verhandlungstage angesetzt

Von: -jül-
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Stolberg. Gleich mehrere Verhandlungstage hat die 1. Schwurgerichtskammer angesetzt, um die Ereignisse am 2. November letzten Jahres in einer Mietwohnung an der Ardennen­straße aufzuklären. Dort starb der 52-jährige Wohnungsinhaber an schweren inneren Verletzungen.

 Diese soll ein 29 Jahre alter Bekannter des Opfers verursacht haben. Die Aachener Staatsanwaltschaft hat ihn Anfang Februar wegen Totschlags angeklagt.

om 8. Mai an muss der Beschuldigte sich vor dem Aachener Landgericht verantworten. Umfangreich dürften die Befragungen sowie Vernehmungen von Zeugen und Gutachtern sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der 29-Jährige zwar Tritte in den Bauch des Opfers eingeräumt, bestreitet aber einen Tötungsvorsatz gehabt zu haben. Bis zum 13. Juni sind die Sitzungen der Schwurgerichtskammer in dem Verfahren (Az.: 52 Ks 1/13) erst einmal terminiert.

Die Tat selbst ereignete sich an dem Freitag am späten Nachmittag. Gegen 18 Uhr war es der jetzt Angeklagte, der die Polizei über das Auffinden des Toten in der Wohnung des Mehrfamilienhauses informierte. Vor Ort erkannten Beamte und Rettungskräfte, dass eine natürliche Todesursache unwahrscheinlich sei. Nach der Obduktion hatte die Kripo am Montag Gewissheit, dass massive Gewalteinwirkung zum Tode des 52-Jährigen geführt hat.

Die Ermittlungen der eigens eingesetzten Mordkommission führten schnell wieder auf die Spur des des 29-Jährigen, der bereits am Folgetag festgenommen uns ausgiebig vernommen worden war. Der Haftrichter folgte sodann dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ordnete für den Beschuldigten Untersuchungshaft an.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler stammen Opfer wie Beschuldigter aus Kasachstan. Die beiden Arbeitslosen sollen im Alkoholikermilieu verkehrt haben und der Polizei aus vorangegangenen Einsätzen bekannt gewesen sein. Etwa zwei Wochen vor dem Tattag soll das Opfer den wohnungslosen Landsmann bei sich aufgenommen haben.

An dem Nachmittag des 2. November soll es dann zu einem heftigen Streit unter den beiden Männern gekommen sein. Nachdem der Angeklagte sein Opfer im Verlaufe dieser Auseinandersetzung geschlagen und gewürgt habe, soll der erheblich alkoholisierte Mann dem Wohnungsinhaber dann mit massiver Kraft in den Unterbauch getreten haben, so die Anklage. Dies habe schwere innerliche Verletzungen verursacht, an denen der 52-Jährige noch in seiner Wohnung verstarb.

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