Stolberg - Titel „Europaschule” schärft bald das Profil des „Goethe”

Titel „Europaschule” schärft bald das Profil des „Goethe”

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Stolberg. Gebundener Ganztag, das ist für Stefanie Luczak auch eine Entlastung für die Eltern, zumindest dann, wenn das Kind nach Hause kommt, und die Hausaufgaben sind schon gemacht.

An jedem Tag bietet das Goethe-Gymnasium deshalb eine Stunde „Lernzeit” an, in der es neben der ohnehin angebotenen individuellen Förderung auch eine Hausaufgabenbetreuung gibt.

Mit dem gebundenen Ganztag - beginnend mit den fünften Klassen - stehen der Schule ab Sommer auch zwei Lehrer mehr zu, doch damit ist das „Goethe” nicht allein.

„Die Nachfrage übersteigt derzeit das Angebot”, ist sich Luczak nicht sicher, ob sie bis zum Sommer geeignete Kollegen findet, um das Kollegium zu verstärken.

Gesucht sind Lehrer für Mathematik und Informatik, „und durch den bilingualen Zweig haben wir auch immer großen Bedarf in Englisch”, so die Leiterin.

Das bilinguale Angebot ist auch Grundlage für eine Auszeichnung, die das Gymnasium am 20. März in Unna entgegen nehmen wird. „Wir werden als Europaschule zertifiziert”, verrät Luczak eine wichtige neue Säule für die Profilbildung der Schule: „Damit betten wir uns in die Euregio ein.”

Kriterien für eine Europaschule, die das „Goethe” erfüllt, sind neben der Bilingualität projektorientierte Partnerschaften (durch „Comenius” mit Schulen in den Niederlanden und der Türkei) oder ein erweitertes Fremdsprachenangebot. Am „Goethe” werden mit Englisch, Französisch, Latein, Italienisch und Niederländisch gleich fünf davon im regulären Unterricht angeboten. Außerdem gibt es Austauschprogramme, europäische Inhalte im Unterricht und die Möglichkeit, Praktika im Ausland zu absolvieren.

„Die zweite Säule unseres Profils sind die Naturwissenschaften, ein klarer Schwerpunkt schon seit Jahren”, sagt Luczak. Sie hebt vor allem das Experimentieren für fünfte und sechste Klassen hervor, bei dem - als Äquivalent zum bilingualen Zweig - Praktika zum Beispiel in der Physik, Biologie oder Chemie absolviert werden.

„Unser Ziel ist, die Naturwissenschaften in den Köpfen der Kinder positiv zu besetzen und, gerade bei Mädchen, Hemmungen davor zu nehmen”, sagt Luczak. Außerdem gebe es schon lange eine Begabtenförderung, bei der Schüler, die Interesse daran haben, auf Wettbewerbe vorbereitet werden und daran teilnehmen.

„Das sind alles Dinge”, die wir jetzt gut in unser Ganztagskonzept einbinden können”, erklärt die Schulleiterin. Im Februar wird die Schulkonferenz über die ersten Überlegungen eines aus sieben Lehrern bestehenden Arbeitskreises für den Ganztag informiert, im Mai soll dann das ganze Paket zur Abstimmung kommen. „Aber schon beim Tag der offenen Tür am 30. Januar wollen wir den Eltern die Eckdaten präsentieren.”

Stolz ist Stefanie Luczak darauf, dass die Schule den gesamten Ganztag mit eigenen Angeboten füllen kann, ganz ohne fremde Träger. Alleine 25 AG´s gibt es an der Schule, darunter der Chor, das Orchester, die Theater-AG oder die Schülerzeitung. „Wir hatten es durch die Ausweitung der Stundentafel schwer, diese Angebote weiter machen zu können, doch durch den gebundenen Ganztag wird das jetzt einfacher.”
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