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Thema Gesamtschule: Haas setzt auf breiten Konsens

Von: gro
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Stolberg. Die Spannung ist groß vor der Sondersitzung des Schulausschusses am 24. Februar, und mit ihr offenbar auch die Anspannung.

Seitdem bekannt geworden ist, dass der mit der Erstellung eines Schulentwicklungsplans beauftragte Wolf Krämer-Mandeau von der Bonner „Projektgruppe Bildung und Region” an diesem Tag die Ergebnisse seiner Analyse zu möglichen Standorten für eine Gesamtschule vorstellen wird, laufen in Stolberg die Diskussionen und Spekulationen.

Scharfe Kritik hatte am Freitag die CDU an der Haltung der SPD geäußert, am Montag nun meldete sich Patrick Haas zu Wort.
ArtikelDer schulpolitische Sprecher der Sozialdemokraten und Ausschussvorsitzende war um eine Versachlichung der Angelegenheit bemüht, stellte zunächst aber klar, dass die SPD noch nie - wie von der CDU behauptet - eine Gesamtschule „um jeden Preis” gefordert habe. „Wir sind da sehr realistisch. Schließlich haben wir sehr häufig mit der Kommunalaufsicht zu tun.” Haas betonte zugleich: „Der Wille der Bürger ist eindeutig. Wir haben deshalb eine Bringschuld und werden dieser auch nachkommen.”

Eine Schlüsselrolle teilt der Sozialdemokrat Wolf Krämer-Mandeau und seinen Mitarbeitern zu, denn: „Der Schulentwicklungsplan wird es uns ermöglichen, die optimale Lösung für die Schüler und die preiswerteste Lösung für die Stadt zu finden.” Das Material, das in der nächsten Woche vorgestellt werden soll, werde einen ersten Beitrag dazu leisten. „Wir werden mögliche Szenarien vorgestellt bekommen, die auf belastbaren Zahlen basieren”, ist der SPD-Sprecher überzeugt. „Dann werden wir wissen, was möglich ist und wie die Kosten möglichst gering gehalten werden können.”

Auch wenn die „Projektgruppe Bildung und Region” vermutlich drei oder vier Optionen für die Einrichtung einer Gesamtschule vorstellen und dadurch bedingt natürlich großer Beratungs- und Diskussionsbedarf entstehen werde, wirbt Patrick Haas schon im Vorfeld der Sitzung um einen Konsens. „Da die CDU ja nach eigenem Bekunden mittlerweile zu den größten Befürwortern der Gesamtschule zählt, hoffe ich darauf, dass wir am Ende des Findungsprozesses als Schulausschuss mit einem einstimmigen Votum für die Beantragung der Gesamtschule ein deutliches Zeichen setzen werden.” Dabei dürfe die Politik allerdings nicht die Schulleiter vergessen. „Sie müssen in die Gespräche eingebunden werden. Schließlich gilt es eine Lösung zu finden, zu der es einen breiten Konsens gibt.”

Dass die Verwaltung diese Einschätzung teilt, lässt sich an der Terminierung für den 24. Februar ablesen. Während sich der Schulausschuss um 18 Uhr im Ratssaal versammelt, werden die Stolberger Schulleiter von Wolf Krämer-Mandeau bereits um 16 Uhr über die Ergebnisse der Standortanalyse informiert.
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