Tauchclub: Lange Suche nach neuem Vorstand

Von: Johannes Mohren
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Viele neue Gesichter: Für die
Viele neue Gesichter: Für die nächsten drei Jahre bilden Martin Suschka, Mario Müller, Rolf Ostlender und Jörg Pohlen (stehend, v.l.) sowie Josef Hennicken und Maria de Lamboy (sitzend, v.l.) den Vorstand des Stolberger Tauchclubs. Foto: J. Mohren

Stolberg. Es wurde spät im Gebäude gegenüber dem Hallenbad Glashütter Weiher. Hier brannten noch die Lichter, als es in der Schwimmhalle schon längst stockfinster war. Und es wurde diskutiert. Stunde um Stunde.

Die Jahreshauptversammlung des Stolberger Tauchclubs nur eine Straßenüberquerung entfernt vom Trainingsgelände hatte es in sich. Denn Neuwahlen standen an - und bereits vor Beginn der Versammlung war klar, dass vier der sieben Mitglieder des alten Führungsteams nicht für eine weitere dreijährige Amtsperiode zur Verfügung stehen würden.

Ein tiefer Einschnitt also in der neueren Geschichte des Vereins. Denn nicht nur der erste Vorsitzende Walter Arnd, über neun Jahre Kapitän des Tauchclubs, verließ sein geliebtes Schiff nach drei Mal drei Jahren am Steuerruder und ging in den wohlverdienten Ruhestand. Auch weite Teile seiner Crew folgten ihm: Die zweite Vorsitzende Regine Wolters, Jugendwart Guido Siemons und Gerätewart Marcel Schmelzer erklärten ihren Amtsverzicht für die nächste Wahlperiode und rissen so eine große Lücke in die siebenköpfige Führungsmannschaft. „Uns hat es allen viel Spaß gemacht. Jetzt sind neue Leute am Zug. In den letzten Wochen haben wir schon kräftig nach Nachfolgern gesucht”, berichtete die Noch-Vizevorsitzende Wolters.

Doch zunächst gab es erfreuliche Nachrichten von anderer Seite: Finanziell ist der Tauchclub optimal aufgestellt, in dieser Hinsicht stimmen die Zahlen. „Da müssen wir uns überhaupt keine Sorgen machen”, betonte Kassenwart Rolf Ostlender. Und auch in den anderen Bereichen des Vereinslebens hinterließen die scheidenden Vorstandsmitglieder für ihre Nachfolger beste Voraussetzungen. 131 Mitglieder zählte der Tauchclub zu Jahresbeginn 2012. Ein Höchstwert und somit zum Abschluss noch eine neue Bestmarke in Arnds Amtszeit. Eine weitere Bestätigung seiner Arbeit für den Tauchclub.

Zuwachs gab es im vergangenen Jahr gerade im Jugendbereich zu verzeichnen, und auch insgesamt la h noch schwierig gestalten, denn die Neuwahlen mit der Suche nach neuen Gesichtern für den Vorstand sollte einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach zwei Stunden teils heißer Diskussionen stand sie dann, die neue Führungsmannschaft. Vorläufig zumindest, denn ein Amt blieb vorerst unbesetzt: die Position des Jugendwarts ist noch vakant, kein Kandidat ließ sich für die Neubesetzung des Postens finden.

Ein einstimmig angenommener Antrag fordert nun die Besetzung des Postens in den nächsten drei Monaten. Bis dahin soll auch die Jugend des Vereins zu diesem Thema Stellung nehmen. „Es ist ein extrem wichtiges Amt für unseren Verein”, unterstrich Josef Hennicken, der frisch gewählte erste Vorsitzende. Entsprechend lange hatte man sich Zeit für die Diskussion dieser Personalie genommen - zunächst aber ohne Ergebnis.

Doch besorgniserregend scheint die Situation dennoch nicht zu sein. Vorsichtig optimistisch zeigte sich der neue Vorstand. „Walter Arnd war, seit ich hier aktiv bin, immer das Gesicht des Vereins. Ich kenne unseren Club gar nicht anders. Ich muss sicher noch zwei, drei Schläge zulegen, um dieses Tempo schaffen zu können. Doch ich hoffe, die erfolgreiche Arbeit im Team weiterführen und neue Impulse setzen zu können”, äußerte sich Josef Hennicken.

Der Abschluss der Sitzung war schon viel versprechend: Die Vorstellung des Programms für 2012 hielt zahlreiche Höhepunkte bereit. Und so ist es keine unberechtigte Hoffnung, dass auch der neue Vorstand den Verein weiter in die richtige Richtung steuern wird.
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