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SV-Mädels machen den nächsten Schritt

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Nach dem Abpfiff brachen in der Halle des Goethe-Gymnasiums alle Dämme: Die SSV-Spielerinnen bejubeln im Knäuel ihren dritten Aufstieg in vier Jahren. Foto: K. Linden

Stolberg. Als die letzte Minute angebrochen war, waren auch die allerletzten Zweifel besiegt: „Nie mehr Landesliga!” schallte es da von der Tribüne aufs Feld der „Goethe”-Sporthalle, und es war nicht mehr nur Hoffnung, sondern Gewissheit, dass an diesem Sonntag der Wunsch tatsächlich wahr wurde.

Es stand 24:20, und ein weiteres Tor sollte nicht mehr fallen im Spiel zwischen dem jungen Team des Stolberger SV und den abstiegsbedrohten Kontrahentinnen aus Königsdorf.

Dabei war es ein hartes Stück Arbeit gewesen. „Beide Teams waren gleichwertig”, sagte Trainer Frank Laudien anschließend. „Die Königsdorferinnen haben es uns lange Zeit sehr schwer gemacht.”

Das größte Kompliment aber galt seiner jungen Mannschaft an diesem Tag, die sich von einem nervösen Beginn und einem Unentschieden zur Pause nicht hat beeeidrucken lassen.

Schnell zogen die „Roten Teufelinnen” nach dem Wechsel auf 16:13 davon, später stand es 20:15. Als es bei 20:17 noch einmal eng zu werden drohte und zwei Zeitstrafen das Team von Laudien kurz zittern ließen, da war es Torfrau Jutta Müller, die in den entscheidenden Situationen den Gäste-Angreiferinnen den Zahn zog.

„Sie ist die Mutter des Erfolgs”, lobte Laudien seinen 48-jährigen Rückhalt im Tor, doch ihren Anteil am Aufstieg, den hatten am Sonntag alle.

Erstaunlich, wie die Mannschaft, der ein Punkt für die Verbandsliga genügt hätte, auch in der kurzen schwierigen Phase unverdrossen auf Sieg spielte und schließlich mit Toren belohnt wurde.

Am Ende war nur noch Jubel. Die Spielerinnen ließen sich feiern von ihrem Publikum, das doch selbst einen großen Beitrag geleistet. Das gesamte Spiel über hatten die rund 200 Zuschauer die Mannschaft nach vorne getrieben, ein gutes Zeichen, wieviel Potenzial im Stolberger Handball steckt.

Und Potenzial hat auch die Mannschaft des Stolberger SV. Mit ihrem Durchschnittsalter von gerade einmal 21 Jahren - viele Spielerinnen haben vor kurzem noch in der eigenen Jugend gespielt - hat das Team noch längst nicht den Zenit erreicht.
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