Stolberg - SV-Jungs verlieren Pokal-Krimi in den letzten zehn Sekunden

SV-Jungs verlieren Pokal-Krimi in den letzten zehn Sekunden

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Stolberg. Die A-Jugend des SV Stolberg musste sich im Halbfinale um die Handball-Mittelrheinmeisterschaft der HSG Refrath knapp geschlagen geben. Sie verlor nach großem Kampf in der Schlussminute mit 23:24.

Die Halle im Osten Kölns, wo der große Favorit auf die Mittelrheinmeisterschaft, die HSG Refrath/Hand, ihre Spiele austrägt, war gut besucht. Auch viele Stolberger hatten sich auf den Weg gemacht. In der Anfangsphase merkte man beiden Teams die Nervosität an.

Von Beginn an dominierten starke Abwehrreihen, und das Angriffsspiel hakte deutlich auf beiden Seiten. Was aber auch von Anfang an zu spüren war, war, dass die Devils von der Einstellung her voll da waren. Immer wieder gelang es, die starken Rückraumschützen der Gastgeber in Schach zu halten, und vorne im Angriff durch überlegtes, unaufgeregtes Spiel zu Torerfolgen zu kommen. So lagen die Gäste ständig in Führung, Refrath blieb aber immer in Schlagweite und konnte stets ausgleichen.

Da Torwart David Schornstein mit dem Halbzeitpfiff noch einen Siebenmeter parierte, gingen beide Mannschaften mit dem Spielstand von 12:12 in die Kabinen. Da die Taktik von Trainerin Elke Fabry perfekt war, war die Marschrichtung für die zweite Hälfte klar. Beide Deckungsreihen standen sicher, die der Stolberger aber noch besser als die der Gastgeber. So führten die Kupferstädter nach 40 Spielminuten wieder mit zwei Toren. Refrath gelang in dieser Phase erst nach acht Minuten der erste Torerfolg, was die Stärke der Stolberger Defensive verdeutlichte.

Großer Kampf

Nach einer Auszeit der Gastgeber begann nun aber die Zeit von Niklas Funke. Der Goalgetter der Refrather hatte in Hälfte eins bei einem unglücklichen Zusammenprall zwei Zähne verloren, spielte aber weiter und wurde zum entscheidenden Mann für die Hausherren. Acht Tore konnte er in der zweiten Halbzeit erzielen, und war der Matchwinner. Aber die Devils konnten durch großen Kampf auch einen zwischenzeitlichen Rückstand von drei Toren aufholen, und so ging die Partie beim Stand von 23:23 in die letzte Minute.

Refrath erzielte den Führungstreffer und Stolberg erhielt eine höchst fragwürdige Zeitstrafe. Stolberg im Ballbesitz, das Anspiel zum Kreis wurde durch ein Fußspiel der Hausherren abgewehrt. Die Schiedsrichter entscheiden Ballbesitz Refrath. Zu spielen waren noch zehn Sekunden, aber Stolberg kam nicht mehr in Ballbesitz und das Spiel wurde beim Stand von 24:23 für die Hausherren abgepfiffen. Große Freude auf der einen, große Enttäuschung auf der anderen Seite.

Die Jungs von Trainerin Elke Fabry hatten mit großem Kampf den Favoriten aus Refrath an den Rand einer Niederlage gebracht, aber das entscheidende Quäntchen Glück hatte gefehlt. Was man aber an dieser Stelle rückwirkend sagen muss, ist, dass alle nach dem Trainerwechsel Ende November zusammengehalten haben, und die Saison mit dem Halbfinale einen würdigen Abschluss gefunden hat.

Die Jungs haben wieder viel an Erfahrung gewonnen, und vor allen die Erkenntnis erlangt, dass man mit jedem Gegner auf Augenhöhe ist. In der Kabine war dann die Enttäuschung auch schon nicht mehr so groß, stattdessen herrschte Stolz auf das Erreichte.

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