Stolberg-Breinig - SV Breinig hofft auf den großen Befreiungsschlag

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SV Breinig hofft auf den großen Befreiungsschlag

Von: Lukas Franzen
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Derzeit trennen die beiden Stolberger Landesligisten (hier im Derby)Welten: Während der VfL Vichttal (helle Trikots) den Blick nach oben richtet, will der SV Breinig mit einem Sieg in Wenau am Sonntag den ersten Schritt aus dem Tabellenkeller machen. Foto: L. Franzen

Stolberg-Breinig. Es hätte doch so schön sein können. Das karnevalistische Treiben war gerade erst beendet, da sollte der Amateurfußball endlich wieder aus seinem zweimonatigen Winterschlaf erwachen. „Ich glaub‘, es geht schon wieder los“, mag so manchem Amateurkicker voller Vorfreude auf die anstehende Rückrunde der einprägsame Refrain des bekannten Schlagers von Roland Kaiser wieder in den Sinn gekommen sein.

Doch das einzige, was losging, war der Winter, der den Fußballern einen dicken Strich durch die Rechnung machte. An diesem Wochenende nun soll endlich von der Kreisliga C bis zur Landesliga wieder gespielt werden.

Nicht ausgeschlossen ist, dass sich die Verantwortlichen des SV Breinig beim Blick auf die Tabelle auch an die nächsten Verse des angesprochenen Schlagers („Das darf doch wohl nicht wahr sein“) erinnern. Denn während der SVB vor etwas mehr als zwölf Monaten noch auf Rang 2 überwinterte, wirkt die aktuelle Tabelle wie das genaue Spiegelbild der Hinserie 2011/2012: Zweitletzter, Platz 17 und fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer.

Kurzum: Nichts hätte dem Landesligisten da besser getan als ein schnelles Erfolgserlebnis zum Rückrundenstart. Im Nachholspiel am Donnerstag gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte Westwacht aus Aachen gelang der ersehnte Befreiungsschlag jedoch (noch) nicht. Zu Hause „auf Schützheide“ un-terlag die Elf von Robert Kroll mit 1:2. Für die Aachener erfolgreich: Thomas Schmidt (57.) und Nico Dautzenberg (77.). Peter Flaam gelang in der 90. Minute lediglich der Anschlusstreffer per Strafstoß.

„Dass wir das Fußballspielen nicht verlernt haben, haben wir in der Winterpause bewiesen“, zeigt sich SV-Coach Kroll weiterhin optimistisch und verweist auf die Auftritte seiner Mannschaft, etwa bei der Hallenstadtmeisterschaft oder beim Vorbereitungsturnier in Wenau. „Doch was bringt die beste Vorbereitung, wenn wir diese Leistung in der Liga nicht bestätigen?“ Nun sind die Schwarz-Weißen beim nächsten Derby am morgigen Sonntag, (15 Uhr) gegen JS Wenau in der Pflicht. Ist das Tabellenschlusslicht aus Eschweiler mit den meisten Gegentoren und den wenigsten erzielten Treffern da genau der richtige Aufbaugegner für den verunsicherten SV? „Mit derartigen Formulierungen müssen wir vorsichtig sein“, stellt der Übungsleiter klar. „Es ist völlig egal, ob wir gegen den Letzten oder gegen eine Top-Mannschaft spielen. Wir müssen mit aller Entschlossenheit versuchen, da unten wieder raus zu kommen.“

Die Stolberger Konkurrenz des VfL 08 Vichttal als eine solche Top-Mannschaft zu beschreiben, wäre gewiss ein wenig verfrüht. Doch ganz sicher kann der Fusionsclub vom Dörenberg als Tabellensiebter gelassener in die Rückrunde der Landesligastaffel 2 starten. „Wir sind im Soll“, freut sich ein gut gelaunter Trainer Udo Lipka auf die Rückrunde seines Teams, das in der Winterpause mit einem hochkarätigen Neuzugang namens Dominik Lenzen weiter verstärkt und vergrößert wurde. „Die Konkurrenz im Team ist groß“, sieht der ehemalige Jugendtrainer des SV Rott jedoch kein Konfliktpotenzial in dieser Konstellation. „Gute neue Spieler warten auf ihre Chance und bleiben am Ball. Das bietet uns die Möglichkeit, in der Rückrunde oft zu rotieren.“

Mit zweiwöchiger Verspätung startet der VfL morgen mit einem Heimspiel gegen Germania Burgwart Bergstein in die Rückrunde. Mit einem Heimsieg gegen den Tabellenfünften könnten die Vichttaler nicht nur ihren nächsten Gegner in der Tabelle überholen, sondern auch Punkte für die bisher eher dürftige Heimbilanz von nur zwei Siegen aus sechs Spielen sammeln.

Derartige Zahlenspiele interessieren beim SV Breinig niemanden. „Wichtig ist, dass wir als geschlossene Truppe auftreten und so schnell wie möglich da unten wieder rauskommen“, wirkt Trainer Robert Kroll fest entschlossen, den SV aus den ungewohnten Tabellengefilden zu befreien.

„Wir hatten viel Pech in der Hinrunde, unter anderem wegen der zahlreichen Spielabsagen und der vielen Verletzten. Die meisten Spieler sind zum Rückrundenstart aber wieder an Bord. Nur so können wir die englischen Wochen und die damit verbundene Doppelbelastung überstehen“, hofft der Trainer auf „Frühlingsgefühle“ in doppelter Hinsicht: Solide Wetterverhältnisse, aber vor allem sportliche Erfolgserlebnisse.

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