Stolberg-Breinig - SV Breinig: Aufstieg ist ein Thema, aber kein Muss

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SV Breinig: Aufstieg ist ein Thema, aber kein Muss

Von: Robert Flader
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Fordert konstante Leistungen:
Fordert konstante Leistungen: Gerd Schnitzler. Foto: R. Flader

Stolberg-Breinig. Wenn Gerd Schnitzler über die vergangene Landesliga-Saison spricht, dann könnte man meinen, sie hätte einem Ausflug in einem Vergnügungspark entsprochen.

„Das war eine richtige Achterbahnfahrt”, sagt der Fußball-Obmann des SV Breinig ohne einen Anflug von Humor und sagt: „Diesmal wollen wir es definitiv besser machen.”

Besser machen heißt für die Breiniger im konkreten Fall, konstanter zu spielen und die Saison „gerne” besser als auf Platz 5 abzuschließen. „Wir wünschen uns beim SV Breinig Kontinuität”, sagt Gerd Schnitzler kurz vor dem Saison-Auftakt gegen den FC Düren-Niederau (Sonntag, 15 Uhr Schützheide). Und diese Kontinuität soll ganz explizit mit der Trainerposition anfangen. „Robert Kroll ist sehr laut, sehr motivierend und unternimmt auch schon mal was mit den Jungs”, sagt der 35-Jährige über den neuen Mann an der Seitenlinie.

Nach der Demission von Mirko Braun in der Winterpause 2009/10 habe der Verein, so Gerd Schnitzler, gerade auf der Schlüsselposition nicht viel Glück gehabt. „So gern ich Kai Michalke und Helmut Birk auch mochte, es hatte letztlich einfach nicht gepasst.”

Passen soll in der kommenden Saison aber definitiv die sportliche Leistung. „Es reicht einfach nicht, wenn man einmal eine Topspiel-Leistung bringt und diese dann eine Woche später gegen vermeintlich Kleine nicht bestätigen kann.”

Doch Schnitzler behauptet nicht, dass die Tage des neuen Trainers bei einem Abschneiden unterhalb Platz 5 gleich wieder gezählt seien. „Selbst wenn er Sechster wird, werden wir ihm nicht den Kopf abreißen. Wir brauchen jetzt Konstanz, und das ist ganz im Sinne des gesamten Vereins.”

Personell weitestgehend gleichgeblieben hofft Gerd Schnitzler mannschaftsintern vor allem auf die „Säulen” Michael Meven, Dominik Lenzen und René Schornstein. „Mit unserem 18- bis 20- Mann-Kader haben wir zwar eine hohe Qualität, aber wenig quantitativen Spielraum”, sagt Gerd Schnitzler mit Blick auf Verletzungssorgen. Neuzugang Norman Somantri (SC Kellersberg) wird dem Landesligisten noch etwa drei Wochen fehlen, Daniel Knopp den Auftakt ebenso verpassen.

Nach den wechselhaften vergangenen anderthalb Jahren soll sich die neue Linie vor allem - natürlich - in Punkten niederschlagen: Die Mittelrheinliga ist ein Ziel, das der SVB nach wie vor anvisiert. „Wir haben so viele Jungs, die schon seit Jahren bei uns in der Landesliga spielen”, sagt Gerd Schnitzler. „Für die wäre es sicher sehr interessant, wenn sie mal bis nach Leverkusen fahren. Für den Verein stellt sich aber die Frage, wie attraktiv ist die Mittelrheinliga?”

Worauf der langjährige Breiniger anspielt, sind vor allem die Derbys. Walheim ist zwar aufgestiegen, dafür mit Vichttal ein Stolberger Konkurrent nachgerückt. Dazu noch Wiederaufsteiger Westwacht Aachen, Jugendsport Wenau oder Alemannia Mariadorf. „Da fahren natürlich auch einige Leute mit.”

Als Favoriten für die neue Saison sieht Schnitzler neben Hilal Maroc Bergstein vor allem Dremmen. „Durch die Absteiger gibt es einige Unbekannte, die wir noch nicht so einschätzen können.” Verstecken will sich Breinig nicht, laut vom Aufstieg reden aber auch nicht.

Erstes Derby am 11. September

Randvoll dürfte der Breiniger Sportpark am 11. September werden: Mit Blick auf das Derby gegen Aufsteiger Vichttal am dritten Spieltag auf der Schützheide sagt Schnitzler: „Wir wollen direkt klarstellen, wer die Nummer 1 in Stolberg ist.” Er sagt das auch mit Blick auf das Finale der Fußball-Stadtmeisterschaft, bei dem Breinig aufgrund des zeitgleichen Finales in Rott „nur” seine Zweitvertretung schickte und mit 1:5 unterlag.

Was zunächst zählt, ist der morgige Sonntag. „Die Jungs sind alle motiviert”, sagt Gerd Schnitzler. Gegen Niederau will der SV Breinig den ersten Schritt weg von der ungeliebten Achterbahn machen.
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