Suche geht weiter nach Platz für Wohnmobile

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Die Kupferstadt ist durchaus ein interessantes Ziel für Wohnmobil-Touristen. Eine große belgische Gruppe machte vor zwei Jahren am Zinkhütter Hof Station. Nachdem der Denkmalschutz dort einen Strich durch die städtische Stellplatz-Suche gemacht hatte, dauert sie an. Foto: J. Lange

Stolberg. Nur die Linke lehnt einen Stellplatz für Wohnmobil-Touristen in Stolberg kategorisch ab. Der städtische Anteil von 40.000 Euro könne anderweitig besser investiert werden, befand Mathias Prußeit.

Doch den Gefallen, das Für und Wider des Standortes Krautlade in ein Scheitern des Projektes münden zu lassen, taten die übrigen Fraktionen den Linken nicht im Ausschuss für Stadtentwicklung. Denn sie sind davon überzeugt, dass die Investition gut angelegt und sich durch touristische Besucher in der Kupferstadt rentieren wird.

„Ein dunkles Loch”

Nur die Suche nach einem geeigneten Standort droht zu einem ähnlichen Desaster zu werden wie die seit 25 Jahren bis heute erfolglose nach einem Jugendzeltplatz, mahnte Rolf Engels. Die SPD war zunächst auch bereit, um nicht den gleichen Fehler zu machen, die Krautlade zu akzeptieren. Auch deshalb, weil die Vertreterin der Reisemobilfreunde den Platz von der Substanz, Lage und Innenststnähe als geeignet attestierte.

Doch hegten die Kollegen starke Bedenken. „ich befürchte, dass der Platz nicht angenommen wird”, plädierte Heinrich Willms (Grüne) für mehr Aussicht und eine ruhigere Lage. „Die Krautlade ist ein dunkles Loch”, spracht Paul Kirch (CDU) Klartext und erinnerte an die Auflagen, die der Denkmalschutz dem gegenüberliegenden Schnellrestaurant wegen der Nachbarschaft zu den Kupferhöfen auferlegt hatte. „Und die sind älter als die Direktoren-Villa am Museum”, erinnerte Kirch an die erste Standort-Wahl. Die CDU lehnte die Krautlade ebenso wie die Grünen ab, hätte aber dem Verlust von „einer Handvoll Stellplätze” auf dem Parkplatz Mühlener Ring zugestimmt. Den wollte aber wiederum die SPD nicht mittragen.

Aber der demokratische Konsens, dass die Einrichtung eines Wohnmobil-Stellplatzes eine Investition in die postitive Entwicklung der Kupferstadt ist, ist so übergreifend, dass SPD, CDU, FDP und Grüne die Verwaltung mit der weiteren Stellplatz-Suche beauftragten.
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