Sturm der Begeisterung beim Heimspiel für Peter Sonntag

Von: Toni Dörflinger
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Musiker, die das Publikum begeistern: Max Sonntag (links) am Schlagzeug unterstützte wirkungsvoll seinen Vater, die Kupferstädter Bass-Ikone Peter Sonntag. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Sie provoziert mit bizarren Strukturen und zelebriert eine Musik, die von spielerischer Leichtigkeit geprägt ist und beim Publikum Emotionen freisetzt: Die Aachener Rockband „Final Virus” des Stolbergers Peter Sonntag, die am Samstagabend in der Altstadtgaststätte „Piano” das dicht gedrängte Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen und lang anhaltendem Szenenapplaus hinriss.

Dass aus dem Schlagzeuger Max Sonnatg und dem Bassisten Peter Sonntag sowie der Gitarristin Reno Schnell bestehende Trio, das zu später Stunde durch den Trompeter und Posaunisten Markus Plum ergänzt wurde, zeichnet sich dadurch aus, dass gängige Rockklischees durchbrochen und das gesamte Klangspektrum fantasievoll ausgeschöpft werden. Zum Tragen kam eine Musik von enormer Phantasie, fast ein wenig geheimnisvoll und mystisch.

Neben Eigenkompositionen standen Songs der amerikanischen Rocklegende Frank Zappa, des englischen Gitarristen Jeff Beck und des panamaischen Jazzmusikers Billy Cobham im Mittelpunkt des zweistündigen Konzertes. Frei nach dem Motto „In der Kürze liegt die Würze” war die Aufführung geprägt von kurzen, melodisch gespielten Stücken, die durch beeindruckende Soloauftritte der vier Ausnahmemusiker wirkungsvoll ergänzt wurden.

Beim Publikum sprang der sprichwörtliche Funke blitzschnell über. Die Vorführung erzeugte Gänsehautgefühl pur und animierte das Publikum zu Bravorufen und stehenden Ovationen.

Kopf der Gruppe ist Peter Sonntag. Die 55-jährige Bass-Ikone, die in der Burgstraße lebte und Anfang der 80er Jahre Konzerte auf Gut Kranensterz gab, arbeitet als Komponist, Produzent, Lehrer und Buchautor. Tourneen durch Europa, China und die USA machten Sonntag international bekannt.

Sohn Max, ebenfalls gebürtiger Stolberger, ist 20 Jahre alt und spielt seit seinem neunten Lebensjahr Schlagzeug. Mit 13 Jahren stieß er schon zur Gruppe Final Virus. Von der im „Piano” herrschenden Atmosphäre zeigte sich auch Reno Schnell, die kürzlich zu Europas bester Gitarristin gewählt wurde. „Stolbergs Musikszene hat sich großartig entwickelt. Ein Konzert von Final Virus auf dem Burghof wär eine tolle Sache”.

„Live Musik im Piano” macht nun eine Sommerpause. Fortgesetzt wird das Programm am Samstag, 12. September, um 21 Uhr mit dem Auftritt des Trios „Barbara-Y-Vai-Ven”.
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