Stolberg - Stolbergs größtes Neubaugebiet entsteht

Stolbergs größtes Neubaugebiet entsteht

Von: Jürgen Lange
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Noch grasen Pferde auf den Wiesen an der Stadtrandsiedlung auf dem Donnerberg. Aber die Bauleitplanung für Stolbergs größtes Neubaugebiet läuft jetzt an. Die Entwicklung soll abschnittsweise erfolgen. Auf über 15 Hektar Nettobauland können mehr als 300 Gebäude entstehen. Foto: J. Lange

Stolberg. Während die Akquise für eine Vermarktung des Sportplatzes Rotsch läuft und das Sportplatzgelände in Breinig auf die erforderliche Bergbau-Erkundung wartet, steht das nächste Großprojekt der SBG an. Die Stolberger Bauland GmbH, eine gemeinsame Tochter der Stadt und der S-Immo, packt die Entwicklung des größten Neubaugebietes in der Kupferstadt an.

Auf dem Donnerberg sollen 22 Hektar zwischen Höhen-, Duffenterstraße, Trockener Weiher und Obere Donnerbergstraße für den Wohnungsbau erschlossen werden. Über 15 Hektar Nettobaufläche können vermarktet werden.

Auf seiner ersten Sitzung nach den Sommerferien soll der Stadtrat die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 167 „Stadtrandsiedlung“ und die Änderung des Flächennutzungsplans dazu in Auftrag geben.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Wiesen an der Stadtrandsiedlung in den Focus der Städteplaner rücken. In den 1970er Jahren war ein Schulzentrum mit Sportplätzen angedacht. In den 1990er Jahren betrieb die Verwaltung die Planung für eine Wohnbebauung mit Integration der Sportanlagen auf Krakau mit Lärmschutz, die aber aufgrund des damit verbundenen Aufwandes nicht weiter verfolgt wurden.

Die nun vorgestellte Planung geht davon aus, dass mittelfristig die öffentlichen Sportanlagen entfallen. „Voraussetzung für die geplante zukünftige Wohnnutzung ist die komplette Aufgabe der Sportplatzflächen“, sagt der Fachbereichsleiter und SBG-Geschäftsführer Andreas Pickhardt.

Im Vorgriff auf die eigentliche Bauleitplanung hat die SBG ein Konzept erstellen lassen, das dabei als Orientierungsrahmen dienen soll. Der spätere Bebauungsplan soll dann abschnittsweise umgesetzt werden. Am Besten von Süden nach Norden, so der Vorschlag der Verwaltung, um den Abfluss von Niederschlagswasser im Gelände im Griff zu haben. Immerhin weist das Plangebiet Höhenunterschiede von bis zu 36 Meter auf. Um eine geordnete städtebauliche Entwicklung zu gewährleisten, wollen sich die Planer am Bestand orientieren. Denn mit Ausnahme der Höhenstraße sind die angrenzenden Straßen bereits mindestens bis in die Tiefe eines Grundstückes hinein angebaut.

Strukturiert werden soll das riesige Neubaugebiet durch zwei Grünzüge: Einer verläuft in Nord-Süd-Richtung entlang des östlichen Grabens von der Höhenstraße zum Trockenen Weiher, der zweite soll rechtwinklig dazu als Verlängerung der Malmedyer Straße angelegt werden. Der so entstehende westliche Bereich der neuen Siedlung soll an die Höhenstraße angeschlossen werden durch eine als Allee ausgebaute Sammelstraße. Sie soll an einem als Dreieck ausgebauten Platz münden, von dem südlich eine Haupterschließung auf der Trasse der Straße „Stadtrandsiedlung“ zum Trockenen Weiher führt.

An diese zentrale Achsen angeschlossen werden sollen zur inneren Erschließung fünf Ringstraßen sowie mehrere Stichstraßen. Der Osten des Neubaugebietes soll über eine Anliegerstraße erreicht werden können, die wiederum an die obere Haupttrasse angeschlossen ist. Darüber hinaus soll der südliche Zipfel über die Otto-Lilienthal-Straße und der oberhalb der Reithalle liegende Bereich an den Trockenen Weiher angebunden werden. Zudem ist ein Netz von Fuß- und Radwegen vorgesehen. Das Verkehrsaufkommen soll so möglichst gleichmäßig verteilt werden.

Verkehrsaufkommen verteilen

Die Ableitung des Schmutzwassers aus dem Neubaugebiet soll über den Kanal der Otto-Lilienthal-Straße sowie über den Trockenen Weiher erfolgen. Regenwasser soll im Westen in ein Regenrückhaltebecken, im Osten in den vorhandenen Graben im Grünzug eingespeist werden.

Der Bebauungsplan soll unterschiedliche Gebäudegruppierungen entsprechend der Topografie und der bestehenden Bebauung ermöglichen. Entlang der Sammelstraßen, an Trockenem Weiher und Höhenstraße soll „an sinnvollen Standorten“, so Pickhardt, wie etwa dem Dreiecksplatz oder in Nachbarschaft zu Grünzügen der Bau von Mehrfamilienhäuser, Altenwohnungen oder Mehrgenerationenhäuser ermöglicht werden.

Anhand erster Überlegungen und Entwürfe wird in dem Neubaugebiet die Errichtung von 20 Mehrfamilienhäusern, 58 Doppelhaushälften und 230 Einfamilienhäuser für möglich gehalten. Details ergeben sich aber erst im Rahmen der weiteren Planung, die auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfordert, und der späteren Vermarktung.

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