Stolberger Team startet bei Mountainbike-Rennen „Transalp”

Von: Dirk Müller
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Stolberg-Vicht/Füssen. Die Transalp gilt als „Tour de France für Mountainbiker” und das härteste Rennen der Welt für die Sportler, die auf ihren Rädern über Stock und Stein die Natur bezwingen.

Auch die 13. Auflage des Sport-Spektakels ist wieder ein Rennen der Superlative: In acht Tagen legen die Fahrer auf ihrem Weg über die Alpen 600 Kilometer zurück und bewältigen dabei mehr als schier unglaubliche 19.500 Höhenmeter jenseits asphaltierter Straßen.

Hannibal setzte seinerzeit auf berüsselte graue Dickhäuter, um das Gebirge zu passieren - den Fahrern dagegen genügen ihre eigene Muskelkraft und Kondition, mit denen sie ihre Hightech Sportgeräte antreiben.

Wenn am Samstag um 9 Uhr 30 der Startschuss zur ersten Etappe von Füssen nach Imst fällt, werden unter den 1100 Teilnehmern sich auch zwei Fahrer des Vichter Teams JJ-Zweiradsport den Herausforderungen stellen, die bereits der erste Tag der Transalp bereithält.

Hans-Jürgen Hoven und Jan Kaliciak werden knapp 80 Kilometer zurücklegen, und alleine der Anstieg zum Marienbergjoch kostet mit 800 Höhenmetern auf acht Kilometern eine Menge „Körner”.

Dennoch beschreiben die Veranstalter der Transalp das erste Teilstück, das unter anderem an dem weltbekannten Schloss Neuschwanstein vorbeiführt, als „eine leichte Einstiegsetappe - optimal, um ins Rennen zu kommen”.

Schon die zweite Etappe von Imst nach Ischgl am Sonntag wartet mit drei großen Bergen und vielen kleinen Anstiegen auf, so dass sich auf den 77 Kilometern unter den 550 Zweierteams erstmalig die Spreu vom Weizen trennen wird.

Wer bis zur achten Etappe am 24. Juli durchhält, kann sich noch nicht einmal auf ein lockeres Ausrollen freuen, denn kurz vor dem Ziel in Riva del Garda fordert ein hoch anspruchsvoller Gardasee-Trial die volle Konzentration der Fahrer.

Mensch und Maschine

Diese wollen Hoven und Kaliciak unbedingt aufbringen, um die oberste Zielsetzung ihres Teamchefs Jörg Jussen zu erfüllen. „Bei einem Rennen dieser Größenordnung kann mit Mensch und Material sehr viel passieren.

Die Sturz- und Verletzungsgefahr ist natürlich um ein Vielfaches höher als bei einem 30-Kilometer-Rennen, daher ist das klare Ziel für unser Team, gesund das Ziel zu erreichen”, erklärt der Teamchef. Jussen betont, eine Platzierung unter den ersten 50 wäre sehr schön und durchaus im Bereich des Möglichen, habe aber keine Priorität.

In das Rennen, das von großartiger Natur, Wettkampf und Teamgeist geprägt ist wie kaum ein anderes Mountainbike-Event, schickt er mit Kaliciak einen seiner besten Fahrer.

Der 33-jährige konnte in diesem Jahr einige hervorragende Resultate für das Team JJ einfahren und siegte zu Beispiel beim Rhenser Mountainbike Marathon in seiner Altersklasse (3. Platz in der Gesamtwertung). Neben vielen Rennen mit Distanzen von 30 bis 100 Kilometern hat er sich ebenso wie Hoven speziell auf die Transalp vorbereitet.

„Beide haben die längeren Anstiege in Eifel und Ardennen genutzt, um K 3 also Kraft-Ausdauer-Training zu betreiben. Dabei werden die Steigungen mit Mountainbike und auch auf dem Rennrad in einem gleichmäßigen Tempo und einem hohen Gang gefahren”, erläutert Jussen.

Kaliciaks Partner Hoven ist mit seinen 49 Jahren ein erfahrener Langstreckenfahrer. „Seine Vorbereitung war die bestmögliche, denn Hans-Jürgen Hoven hat vor fünf Wochen erst die Trans Germany als optimale Trainingseinheit absolviert”, beschreibt der Teamchef.

Hoven fuhr die Trans Germany, die als eine „Light-Version” der Transalp gilt, zum zweiten Mal und legte in vier Tagen etwa 660 Kilometer auf dem Mountainbike zurück.
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