Stolberg - Stolberger Retter vom THW in Köln im Einsatz

WirHier Freisteller

Stolberger Retter vom THW in Köln im Einsatz

Letzte Aktualisierung:
Köln / Stadtarchiv / Einsturz
Bergungsarbeiten rund um die Uhr: Zur Sicherung und Unterstützung der Feuerwehr (Foto) am eingestürzten Kölner Stadtarchiv wurde auch das THW Stolberg angefordert. Foto: dpa

Stolberg. Mit Presslufthebekissen und anderem schwerem Gerät hatte sich das Technische Hilfswerk Stolberg am Montagabend auf den Weg nach Köln gemacht. Alarmiert worden waren die neun Männer aus Stolberg um 19.45 Uhr, ebenso wie neun Kollegen aus Eschweiler, um bei den Bergungsarbeiten am zusammengebrochenen Stadtarchiv in der Severinstraße zu helfen.

Feuerwehr koordiniert

Die 2. Bergungsgruppe des Technischen Zuges Stolberg fuhr mit schwerem Spezialgerät zur Bergung Verschütteter zur Schadenstelle, wo bedingt durch die besonderen Einsturzgefahren immer noch nach dem zweiten Opfer der Einsturzkatastrophe gesucht wurde.

„Letzet Woche war schon ein Fachberater aus Stolberg angefordert worden”, sagte Wolfgang Geicht, Ortsbeauftragter des THW. „Die Anforderung von Bergungsgruppen erfolgt reihum in NRW”, ergänzte er. Es sei gut möglich, dass auch die Stolberger Gruppe noch einmal angefordert werde. Die Koordination liegt bei der Feuerwehr Köln.

In Zusammenarbeit mit der 1. Bergungsgruppe des Ortsverbandes Eschweiler wurden während des 15-stündigen nächtlichen Einsatzes schwere Stahlträger mit dem Plasmabrennschneidegerät abgetrennt, um weiteren Zugang für die Ortung zu schaffen und um den Trümmerkegel zu stabilisieren.

Weitere Arbeiten betrafen die Bergung von Dokumenten und Eigentum der Anwohner, Ausleuchtungsarbeiten und natürlich die Suche nach dem noch Vermissten, erklärte Geicht.

Tief erschüttert von dem Ausmaß der Katastrophe seien die erschöpften Helfer gewesen, als sie am nächsten Vormittag gegen 11 Uhr Helfer wieder in der Stolberger Unterkunft eintrafen, so Geicht weiter.

Unterdessen dauert der THW-Einsatz an der Unglücksstelle weiter an. THW-Baufachberater sind im Einsatz, mehrere Bergungsgruppen stellen historische Dokumente in den Trümmern sicher.

In den Nachtstunden wird das Areal großflächig durch das THW ausgeleuchtet. Eine Hochleistungspumpe fördert Grundwasser aus dem Tunnel in die Kanalisation. Durch eine Fachgruppe Logistik werden die Einsatzkräfte am Ort verpflegt.

Bisher waren fast 40 THW-Ortsverbände mit rund 1500 Einsatzkräften an dem Einsatz beteiligt. Die Dauer der Arbeiten ist noch nicht absehbar.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert